E-Dampf Info
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95%-Studie
Die „95%-Studie“ ist ein wissenschaftlicher Bericht, der von Public Health England (PHE), einer Behörde des Britischen Gesundheitsministeriums, in Auftrag gegeben und im August 2015 veröffentlicht wurde (Originaltitel: E-cigarettes: an evidence update. A report commissioned by Public Health England). Es handelt sich um eine zusammenfassende Auswertung verschiedener Studien und Berichte, die sich u.a. mit dem Vergleich der gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten und Tabak-Zigaretten befassen. Der Bericht stellt fest, die beste bisher durchgeführte Schätzung sei, dass E-Zigaretten zu 95% weniger schädlich seien als Tabak-Zigaretten. PHE leitet aus dem Bericht unter anderem ab, dass es für das Gesundheitssystem sinnvoll sein kann, Raucher zum Umschwenken auf die E-Zigarette zu ermutigen.
Autoren
McNeill A, Brose LS, Calder R, Hitchman SC vom Institute of Psychiatry, Psychology & Neuroscience, National Addiction Centre, King’s College London,UK Centre for Tobacco & Alcohol Studies
Hajek, P, McRobbie H vom Wolfson Institute of Preventive Medicine, Barts und The London School of Medicine and Dentistry Queen Mary, University of London, UK Centre for Tobacco & Alcohol Studies
Beitrag zur Datenlage
Studien zu E-Zigaretten konnten in den ersten Jahren seit Erfindung und Vermarktung nur einzelne Bestandteile des Dampfes untersuchen anstelle der direkten gesundheitlichen Auswirkungen auf Konsumenten, da es noch nicht genug Menschen geben konnte, die über einen längeren Zeitraum E-Zigaretten nutzten. Aus diesen nur eingeschränkt auf die tatsächliche Situation anwendbaren Ergebnisse entstanden – trotz korrekter Formulierungen in den Forschungsberichten – Gerüchte über die größere Schädlichkeit von E-Zigaretten im Vergleich zu Tabak-Zigaretten. Die 95%-Studie gehörte zu den ersten Studien, die auf Daten über das Verhalten langjähriger Konsumenten zurückgreifen konnten. Zudem konnte sie die Behauptung der geringeren oder gleich großen Schädlichkeit von Tabak-Zigaretten widerlegen.
Inhalte und Ergebnisse
Die 95%-Studie untersuchte unter anderem folgenden Fragestellungen:
- Welche Tendenzen gibt es in der Nutzung von E-Zigaretten und Tabak-Zigaretten?
Der Bericht weist darauf hin, dass in GB kein negativer Einfluss von E-Zigaretten auf den langfristigen Rückgang des Zigarettenkonsums zu erkennen sei. Zudem bestehe die Gruppe der erwachsenen E-Zigaretten-Konsumenten fast ausschließlich aus Rauchern oder Ex-Rauchern. Auch der Anteil an nichtrauchenden Jugendlichen, die nach dem Ausprobieren beim regelmäßigen Konsum von E-Zigaretten bleiben, sei verschwindend gering.
- Welchen Zusammen gibt es zwischen dem Rauchen, E-Zigaretten und der Gesundheitsungleichheit zwischen verschiedenen sozialen Schichten?
Das Phänomen des Rauchens konzentriere sich laut Bericht zunehmend in benachteiligten Gruppen. Hier sei zudem der Grad der Abhängigkeit höher. Die durch das Rauchen verursachte Gesundheitsungleichheit könne reduziert werden, wenn Raucher mit der geringer schädlichen Alternative der E-Zigarette zum Verzicht auf Zigaretten bewegt werden können.
- Können E-Zigaretten der Rauchentwöhnung dienen?
Dem Bericht zufolge seien die wichtigsten Gründe für Raucher, mit dem E-Zigarettenkonsum zu beginnen, die Reduzierung der gesundheitlichen Belastung durch das Rauchen und der Wunsch, komplett mit dem Rauchen aufzuhören. Der Bericht bestätigt, dass E-Zigaretten in der Lage seien, bei der Erreichung dieser Ziele zu helfen. E-Zigaretten regen zudem auch Raucher, die keine Rauchentwöhnung anstreben, an, weniger Tabak-Zigaretten zu konsumieren.
- Wie gut sind Erwachsene und Jugendliche über die Schädlichkeit von E- und Tabakzigaretten informiert?
Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene nehmen im Großteil E-Zigaretten korrekterweise als weniger schädlich war, doch habe es in beiden Gruppen einen Anstieg der falschen Wahrnehmung gegeben, E-Zigaretten seien mindestens so gesundheitsschädlich wie Tabak-Zigaretten.
- Welche Nikotinmenge wird an die Konsumenten von E-Zigaretten und die Raumluft abgegeben?
Die Etikettierung von Liquids in Bezug auf deren Nikotinmenge sei nicht besorgniserregend. In den Fällen von schlechter Etikettierung seien falsche Werte meist durch eine Unterschreitung der Werte zustande gekommen. Zudem habe der Nikotingehalt vom Liquid einen geringeren Einfluss auf den Nikotingehalt des Dampfes als die Art der Nutzung der E-Zigarette. Die Nikotinabgabe in die Raumluft sei ebenfalls unbedenklich. Die Geschwindigkeit der Aufnahme von Nikotin durch die Konsumenten liege zwischen dem Niveau von oralen Nikotinersatztherapien und von Tabakzigaretten. Ein Risiko der Nikotinvergiftung durch eine ordnungsgemäße Nutzung von E-Zigaretten sei nicht gegeben.
- Wie sicher ist der Konsum von E-Zigaretten?
Der Bericht betont, dass E-Zigaretten zu 95% weniger schädlich seien als Tabak-Zigaretten. Zwei gegenteilige Medienberichte seien falsche Interpretationen von Forschungsergebnissen: 1. Formaldehyd werde zwar bei einer Überhitzung von Liquids freigegeben, aber die Ungenießbarkeit des enstprechenden Dampfes verhindere, dass Konsumenten mit Formaldehyd belastet werden. 2. Die mit hohen Dosen Nikotin vergifteten Mäuse, die nach Stress und Gewichtsverlust an Infektionen starben, seien ebenfalls nicht mit Nutzern von E-Zigaretten vergleichbar. Beide Studien haben keinen Einfluss auf die Erkenntnis, dass E-Zigaretten zwar nicht als gesund, wohl aber als zu 95% weniger schädlich als Tabak-Zigaretten bezeichnet werden können. Die Risiken, die von einem falschen Gebrauch der elektrischen Zigaretten oder der Liquids ausgehen, seien nicht höher als die Risiken anderer elektrischer Geräte und potenziell giftiger Substanzen im Haushalt.
Treppenwitz
Das aktuelle „Gesetz über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse“ verbietet es Händlern und Herstellern von E-Zigaretten, auf ihren Produkten auf die Ergebnisse der Studie hinzuweisen:
§18 TabakerzG […] Es ist verboten, Tabakerzeugnisse unter Verwendung irreführender werblicher Informationen auf Packungen, Außenverpackungen oder auf dem Tabakerzeugnis selbst in den Verkehr zu bringen. Eine Irreführung liegt insbesondere dann vor, […] wenn der Eindruck erweckt wird, dass ein Tabakerzeugnis weniger schädlich als andere sei oder auf die Reduzierung schädlicher Bestandteile des Rauchs abziele […]
Links zur Studie
E-cigarettes: an evidence update. A report commissioned by Public Health England
Deutsche Übersetzung der 95%-Studie durch Elekcig
Verfasst von: Christina Becker
ANTZ
Die Abkürzung ANTZ steht für Anti Nicotine and Tobacco Zealots (Anti Nikotin- und Tabak Zeloten) und meint eine nicht genau umrissene Gruppe von Nikotin- und Tabakgegnern, die in einer religiös-fanatischen Weise den Nikotinkonsum bekämpfen. Dabei schrecken sie auch nicht vor unlauteren Methoden zurück und verfahren nach dem Prinzip „Quit or Die“ („Höre auf oder stirb halt“), frei nach dem Motto: „Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein.“
Sie befinden sich auf einem nicht enden wollenden Kreuzzug gegen den Genuss von Nikotin und man mag meinen, dass ihnen ohnehin jeglicher Genuss ein Graus ist.
Abhängigkeit
Als “Sucht” oder Abhängigkeit bezeichnet man typischerweise ein starkes Verlangen, eine Substanz einzunehmen, geprägt durch Schwierigkeiten, den Gebrauch zu kontrollieren, und durch fortgesetzten Gebrauch trotz schädlicher Folgen, mit Vernachlässigung anderer Verpflichtungen oder Aktivitäten, sowie einem möglichen Kontrollverlust und teilweise zwanghaften Substanzkonsum.
Nikotin hat nach herrschender Meinung in der Wissenschaft ein nur geringes Abhängigkeitspotential, das vergleichbar mit dem des Koffeins ist. Erst in Kombination mit zahlreichen anderen Substanzen im Tabakrauch besteht ein erhöhtes Anhängigkeitspotential, weshalb man auch von Tabaksucht oder Tabakabhängigkeit spricht.
Akkusicherheit
Akkusicherheit ist grade beim Dampfen sehr wichtig. Man versteht darunter, das Ausgasen der Akkuzellen bei Überlastung zu vermeiden. Akkus sind für unterschiedliche Maximalströme ausgelegt, die keinesfalls überschritten werden dürfen. Unfallgefahr ! Ist die Belastung durch den Verdampfer unklar, sollte man auf Akkus mit dem größten Dauer-Entladestrom zurückgreifen. Bei z.B. 18650ern liegt dieser bei maximal 30A, Näheres steht im entsprechendem Datenblatt. Das wäre stets zu beachten.
Informationen über die technischen Daten der gängigsten Akkuzellen findet man in der Akku-Datenbank vom Mountain Prophet.
Sicherheitshinweise [1]
Akkuzellen, die gewöhnlich zum E-Dampfen benutzt werden, sind sogenannte Lithiumionenakkus (LiIo). Sie weisen eine hohe Energiedichte auf und können hohe Ströme liefern. Grundsätzlich sind sie chemisch stabil, sie können aber durch besondere Umstände zerstört werden. Die dramatischste Form der Zerstörung ist das sogenannte Ausgasen. Hierbei finden chemische Prozesse unter starker Hitzeentwicklung statt, durch die heiße Gase und ätzende, heiße Flüssigkeiten – teilweise schlagartig – aus der Hülle der Akkuzelle austreten. Es findet zwar keine Explosion statt, die die Hülle schlagartig zerreißt, sondern das Ausgasen findet bei Rundzellen meist am Pluspol (da wo der Akkunuppel oder die Pluspolkappe ist) statt, es kann aber auch zu Rissen in der Hülle kommen, die sich außerdem verformt. Eine Explosion wie bei einem Feuerwerkskracher findet deshalb nicht statt, weil die Schwachstellen an den Polen dafür sorgen, dass der in der Zelle entstehende Druck entweichen kann.
Diese Akkuzellen befinden sich bei E-Dampfgeräten in sogenannten Akkuträgern. Dies sind Hüllen, die mit entsprechenden elektrischen oder elektronischen Vorrichtungen versehen sind, um (meist) per Tastendruck die elektrische Spannung an den Verdampfer zu leiten.
Gast nun durch unglückliche Umstände eine Akkuzelle aus, während sie sich in einem Akkuträger befindet, so kann sich der Druck in dem Gehäuse stauen. Aus diesem Grund weisen (bis auf wenige Ausnahmen) Akkuträger sogenannte Entgasungsöffnungen auf, durch welche der Druck entweichen kann und es nicht zu einer Explosion kommt. Nur wenn es keine Entgasungsöffnungen gibt, oder diese irgendwie blockiert, oder viel zu klein sind, kann ein Akkuträger tatsächlich explodieren.
Um das Risiko einer Ausgasung zu minimieren, sollte JEDER, der ein E-Dampfgerät benutzt einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen in Umgang und Benutzung von Akkuzellen (vereinfacht ab hier lediglich als „Akku“ bezeichnet) beachten:
1. Akkus mechanisch IMMER sorgsam behandeln!
Ein normal genutzter Akku birgt keine große Gefahr zu entgasen. Durch (teilweise außen nicht einmal sichtbare) mechanische Beschädigungen können sie aber instabil werden und es kann, insbesondere bei elektrischer Belastung, zur Ausgasung kommen. Akkus, die Stürze oder heftige Schläge oder Quetschungen erlitten haben, sind gefährlich. Selbst wenn von Außen keine großen Verformungen zu sehen sind, können im inneren Sperrschichten zwischen den einzelnen chemischen Komponenten beschädigt worden sein. Aus diesem Grund sollte man solche Akkus fachgerecht entsorgen und nicht weiter verwenden. Das mag zwar schmerzen, weil Akkus Geld kosten, aber man sollte das einmal ins Verhältnis zu den (meist) ehemals gerauchten Tabakzigaretten setzen: Gute Akkus kosten auch nur ungefähr so viel, wie eine Schachtel Zigaretten, die viele ehemalige Raucher locker an einem(!) Tag konsumiert haben.
2. Akkus immer in einem GUTEN Ladegerät laden!
Wird ein LiIo-Akku überladen, so kann dies ebenfalls zu Beschädigungen im Inneren führen (die man in der Regel nicht sieht), die ihrerseits die Gefahr eines Ausgasens bewirken können. Welche Ladegeräte gut sind, kann man in der Dampferszene (immer mehrere Meinungen einholen), z.B. in Foren, in Erfahrung bringen. Eine hervorragende Anlaufstelle für Informationen über die Qualität von Ladegeräten ist das Blog [Mountainprophet]https://web.archive.org/web/20220523141106/http://www.mountainprophet.de/). Die Verwendung eines guten Ladegeräts hat überdies den Vorteil, dass die Akkus optimal geladen werden, was die Lebensdauer erhöhen kann. Überladene Akkus sollte man nicht weiter verwenden, sondern ebenfalls fachgerecht entsorgen.
3. Akkus niemals tiefentladen!
Wird einem Akku so lange Strom entnommen, dass seine Spannung unter einen bestimmten Wert sinkt (Herstellerangabe), so spricht man von einer Tiefentladung. Diese kann dazu führen, dass durch chemische Prozesse im inneren Beschädigungen entstehen und der Akku bei späteren Gebrauch, oder auch beim Laden entgasen kann. Eine Tiefentladung kann auch durch zu lange Lagerung ohne Nachladen entstehen. Akkuzellen können sogar, durch zu lange Lagerung ohne Nutzung oder Ladung ausgasen, weil unter einer gewissen Spannung (so um die 1.8 V) die Schutzschichten zerfressen werden. Tiefentladene Akkus sollte man auch fachgerecht entsorgen.
4. Akkus niemals zu großer Hitze aussetzen!
Dies gilt sowohl für Lagerung, als auch für Benutzung und das Laden. Durch Überhitzung können Akkus ebenfalls innere Schäden nehmen. War ein Akku versehentlich längere Zeit zu großer Hitze ausgesetzt, sollte man auch diesen fachgerecht entsorgen. Um die Lebensdauer von Akkus zu erhöhen und die Gefahr einer Beschädigung zu vermeiden, sollte man benutzte Akkus nicht direkt nach Benutzung in das Ladegerät setzen. Es ist besser, sie einige Zeit abkühlen und „ruhen“ zu lassen. Ebenso sollte man fertig geladene Akkus – sofern vermeidbar – nicht sofort wieder zum Dampfen verwenden, sondern diese auch erst abkühlen lassen.
5. Akkus niemals unbeaufsichtigt laden!
Abgesehen von einer Brandgefahr, wenn beim Laden etwas schiefgeht, ist es sinnvoll, einen Blick auf den Akku während und nach dem Laden zu werfen. Verformt sich ein Akku beim Laden oder wird er extrem heiß, ist das ein Hinweis auf einen Schaden. Solche Akkus sollten auch fachgerecht entsorgt werden.
6. Akkus mit leichten mechanischen Beschädigungen besonders behandeln!
Es kann vorkommen, dass der Mantel einer Akkuzelle durch normale Benutzung einen Schaden erleidet. Diese Isolierung ist aber für einen sicheren Betrieb sehr wichtig. Solchermaßen beschädigte Akkus sollte man nicht zum Dampfen benutzen, bis die Beschädigung behoben ist. Es besteht die Möglichkeit, solche Akkus neu „einzuschrumpfen“ (mit einem neuen Isoliermantel zu versehen oder die schadhaften Stellen durch geeignete Materialien (Isoband etc.) zu reparieren. Bei der Reparatur mit Isolierband (oder ähnlichen Verfahren) sollte man aber auf jeden Fall darauf achten, dass die Akkuzelle in ihren Maßen (Umfang) nicht ungünstig verändert wird. Im Zweifelsfall sollte man auch solche Akkus lieber fachgerecht entsorgen.
7. IMMER passende Akkuzellen für den jeweiligen Einsatzzweck verwenden!
Wenn man dampft, sind grundlegende Kenntnisse über die Funktion und die elektrischen Gesetzmäßigkeiten erforderlich. Der verwendete Akku muss unbedingt zum verwendeten Akkuträger und auch zum verwendeten Verdampfer passen. Akkus dürfen nie außerhalb ihrer Spezifikationen (maximale Belastbarkeit) verwendet werden, weil sie ansonsten Schaden nehmen können, was die Gefahr einer Ausgasung wieder erhöht.
Über die erforderlichen Voraussetzungen (insbesondere Belastbarkeit / Ampere) sollte man sich im guten Fachhandel beraten lassen oder Rat in der Szene suchen. Außerdem kann man die notwendigen Leistungsdaten des Akkus selbst errechnen bzw. mittels Online-Rechnern bestimmen. Im Zweifel sollte man immer Akkus wählen, die belastbarer sind, als es das eigene Setup erforderlich macht.
8. Den Akkuträger pflegen!
Akkuträger, die mechanische Beschädigungen oder Fehler in der Elektronik aufweisen, sollte man in diesem Zustand besser nicht verwenden. Hier hilft ggf. nur ein Austausch bzw. eine Reparatur.
9. Auf die Entgasungsvorrichtung achten!
Nahezu alle kommerziell vertriebenen Akkuträger verfügen über Entgasungsöffnungen. Die wenigen Ausnahmen, bei denen dies nicht vorhanden ist, werden innerhalb der Szene recht schnell „aussortiert“. Bei der Benutzung ist es aber auch wichtig, drauf zu achten, dass die Entgasungsmöglichkeit nicht behindert wird. Hat man zum Beispiel eine Beschädigung in der Isolierung der Akkuzelle mit Klebeband beseitigt, so sollte man unbedingt darauf achten, dass dadurch nicht eine mögliche Entgasung behindert wird. Sofern es nicht auf die Polung der Akkus (in der Regel bei mechanischen Akkuträgern) ankommt, sollte man sie so einlegen, dass der Pluspol in Richtung der Entgasungsöffnungen weist.
10. Immer kontrollieren, was man tut!
Eine Gefahr sind Kurzschlüsse. Deshalb sollte man stets sein Equipment auf mögliche Fehler und Beschädigungen überprüfen. Bei Fertigverdampfern mag es übertrieben wirken, aber auch mit diesen Geräten ist es sinnvoll, den Widerstand vor Inbetriebnahme zu überprüfen. Entsprechende einfache Messgeräte gibt es für kleines Geld, und selbst ein Benutzer von Fertigverdampfern sollte sich ein solches anschaffen. Wer Selbstwickelverdampfer verwendet, für den ist es ohnehin Pflicht, vor Inbetriebnahme den Widerstand zu bestimmen. Nur so lassen sich Kurzschlüsse im Verdampfer rechtzeitig erkennen und vermeiden.
11. Bei der Benutzung auf Warnsignale achten!
Verhält sich das E-Dampfgerät im Betrieb seltsam, sollte man achtsam sein. Wird beispielsweise der Akkuträger ungewöhnlich heiß und lässt z.B. gleichzeitig die Dampfleistung nach, so sollte man das Gerät nicht weiter betreiben. In nur ganz seltenen Fällen entgast ein Akku aus heiterem Himmel. Meist kündigt sich ein solcher Vorgang durch solche oder ähnliche Anzeichen an.
12. Akkus sorgfältig transportieren und lagern!
Akkus sollte man (außerhalb des Akkuträgers) sorgfältig und in geeigneten Behältnissen transportieren. Der lose Transport beispielsweise in der Hosentasche, wo sich auch Kleingeld oder Haustürschlüssel befinden, kann zu Kurzschlüssen führen, die entweder ein sofortiges Ausgasen zur Folge haben, oder – was ebenfalls sehr ungünstig ist – den Akku beschädigen, was man ihm von Außen nicht ansieht, ihn aber zur Gefahr werden lässt.
13. Kurzschlüsse vermeiden!
Eine der größten Gefahren für Akkus sind Kurzschlüsse. Diese können dazu führen, dass ein vorher intakter Akku unter Umständen sofort ausgast. Deshalb sollte man regelmäßig überprüfen, ob sich ein solcher Fehler nicht irgendwo eingeschlichen hat.
14. „Verheiratete“ Akkus besonders behandeln!
Bei Akkuträgern, die mit zwei oder mehr Akkus betrieben werden, müssen diese fabrikneu „verheiratet“ werden. Das bedeutet, die Akkus werden gemeinsam geladen und gemeinsam im Akkuträger verwendet… als wären sie verheiratet. Sie dürfen nicht zwischendurch einmal einzeln in einem anderen Akkuträger und anschließend wieder mit den anderen gemeinsam verwendet werden. Damit stellt man halbwegs sicher, dass alle Akkus einer „Einheit“ annähernd gleiche Eigenschaften haben (ein wenig unterscheiden sich Akkus immer untereinander). Ist von der Einheit ein Akku defekt oder in einem Zustand, dass er ausgetauscht werden müsste, dann muss man alle Akkus der Einheit austauschen. Die intakten Akkus dürfen nicht einfach mit einem neuen Akku ergänzt werden, können aber einzeln in anderen Akkuträgern weiter verwendet werden.
15. Im Zweifel: entsorgen!
Ist man über den Zustand bzw. die Intaktheit eines Akkus im Zweifel, sollte man ihn lieber fachgerecht entsorgen und nicht weiter verwenden.
- Sicherheitshinweise. PepeCyB - Nebelkrähe 20. Mai 2018. Zugriff: 06. Dezember 2019
Akkuträger
Akkuträger ist die Bezeichnung für die Einheit, die den mobilen Liquidverdampfer mit elektrischer Energie versorgt. Eigentlich ist mit Akkuträger eine schaltbare (Strom ein/aus per Taster) Vorrichtung gemeint, bei der die Akkuzelle ausgewechselt werden kann. Einheiten mit fest verbauten Akkuzellen werden als Kombiakkus bezeichnet. Es hat sich aber inzwischen eingebürgert, auch solche Geräte „Akkuträger“ zu nennen.
Der Begriff Kombiakku kommt nur noch bei ganz einfachen, meist ungeregelten Kompaktakkus in der Art eines eGo-Akkus zum Einsatz.
Akkuträger können mit einer oder mehreren Industrie-Akkuzellen (Lithium-Ionen-Akkus / LiIo-Akkis) betrieben werden. Kommen mehrere Akkuzellen zum Einsatz, werden diese entweder in Reihe geschaltet, was die Ausgangsspannung erhöht, oder parallel, was zu einer höheren Kapazität führt.

Die einfachsten Akkuträger sind mechanische Akkuträger ohne Regelung, Schutzelektronik und mit rein mechanischem Taster. Sie zählen zu den ungeregelten Akkuträgern. Es gibt auch ungeregelte Akkuträger, die einem mechanischen Akkuträger ähneln, bei welchen aber der Taster elektronisch schaltet und die meist über eine einfache Schutzelektronik gegen Überlastung und Verpolung verfügen. Größte Verbreitung haben geregelte Akkuträger, bei denen die Ausgangsspannung über die Parameter Spannung, Leistung oder Temperatur eingestellt werden kann.
Wichtiges Sicherheitsmerkmal von Akkuträgern sind Öffnungen zur Entgasung (Entgasungslöcher). Wenn eine Akkuzelle wegen extremer Überlastung oder mechanischer bzw. chemischer Mängel ausgast, können die Gase durch diese Öffnungen entweichen, was eine Explosion vermeidet.

Bei der Benutzung von Akkuträgern ist immer die Akkusicherheit zu beachten.
Atomizer
Ein Atomizer (ugs. Verdampfer) ist der Teil der E-Zigarette, der das Heizelement enthält und in dem das Liquid verdampft wird.
Normalerweise ist ein Heizdraht um einen Docht gewickelt. Der Docht ist mit Liquid getränkt. Ein elektrischer Strom fließt durch den Heizdraht. Die entstehende Wärme verdampft das Liquid.
Beispiele für Atomizer sind Cartomizer und Selbstwickelverdampfer.
Backendampfer
Backendampfer nennt man Dampfer (Konsumenten von E-Zigaretten), die zuerst den Dampf in den Mund saugen und danach aus dem Mund in die Lunge inhalieren.
Der englische Begriff hierfür ist Mouth-To-Lung (MTL oder M2L).
Dies entspricht der häufigsten Methode beim Zigarettenkonsum.
Im Gegensatz dazu gibt es direkte Lungenzüge, bei denen, ähnlich wie bei Shishas, der Dampf direkt in die Lunge gezogen wird.
Bezahlkommando-Theorie
In einer Rede bei der 13. Konferenz für Tabakkontrolle des DKFZ in Heidelberg im Dezember 2015 kritisierte “Monika” Pötschke-Langer eine vom renommierten Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) durchgeführte Studie massiv und zog die Glaubwürdigkeit der Erhebung in Zweifel.
Weil die Erhebung online erfolgte, seien die Daten nach ihrer Meinung durch die “E-Zigaretten Lobby” manipuliert worden.
Zitate:
„Wie können Sie ausschliessen, dass diejenigen, die bei ihnen den Online-Fragebogen ausgefüllt haben, nicht die Lobbyisten sind, von der E-Zigarettenlobby? An deren Stelle hätte ich Leute hingeschickt und die einen Fragebogen nach dem anderen ausfüllen lassen, damit entsprechend positive Ergebnisse erscheinen.“
„… also wenn man online zulässt und entsprechende Bezahlkommandos losschickt, die es ja gibt, insbesondere auch in Deutschland und auch in anderen Ländern ist das überhaupt kein Problem, so etwas zu verfälschen, ist doch ganz klar. Das ist doch das Einfachste von der Welt.“
„Die E-Zigarettenlobby ist eine sehr starke Lobby hier Deutschland und ist weit entfernt von einer sozialen Bewegung, die sie konstruieren wollen. Also wenn sie sich anschauen, wieviele tatsächlich Konsumenten in Deutschland sind von E-Zigaretten, das sind unter einem Prozent, und daraus eine soziale Bewegung zu formen halte ich alleine von der Quantität her nicht für gerechtfertigt, und wenn sie sich die professionellen Seiten anschauen, die gut gestaltet sind und die entsprechend auch die Bewegung hier mit Shitstorms ausstattet, die gegen einschlägig kritische Kritiker der E-Zigarette zu Pferde gehen, das ist eine konzentrierte Aktion. Das ist keine soziale Bewegung. Da sind ganz starke Interessen, Marktinteressen dahinter und wenn es wirklich um die Raucher ginge, dann würden die Produkte anders aussehen und sie würden nicht vermarktet werden an Kinder und Jugendliche, wie das der Fall ist.“ [1]
Cartomizer
Unter Cartomizern versteht man einen Verdampfer, dessen Tank aus einer Wattefüllung besteht. Im Regelfall sieht man den Füllstand nicht. Diese Verdampfer haben oft einen recht schlechten Nachfluss, daher werden sie kaum mehr verwendet.
Dampf
Ein Aerosol (heterogenes Gemisch / Dispersion) aus flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas.
Dampfen
Dampfen bzw. E-Dampfen ist das bewusste und gewollte Inhalieren von Dampf, welcher mittels eines mobilen Liquidverdampfers erzeugt wurde.
Disposables
Disposables sind Einweg-E-Zigaretten (E-Zigarette eigentlich: mobiler Liquidzerstäuber/Atomizer). Sie sind vorbefüllt und vorgeladen im Handel zu erwerben und sollen Tabakraucher durch einfachste Nutzung und Handhabung abholen.
Sie sind klein, leicht und kompakt und ähneln in Form und Farbe oft USB-Speichersticks.

Eine Disposable besteht aus einer vorbefüllten Tank-Atomizer-Einheit und einer Energieversorgung (Batterie). Für die Stromversorgung kommen eigentlich wiederaufladbare LiIo-Akkuzellen zum Einsatz, die aber in dem Einweg-Gerät nicht erneut aufladbar sind. Das Auslösen der Vernebelung erfolgt durch eine Zugatomatik, die beim Ziehen am Mundstück den Atomizer mit Strom versorgt und die Vernebelung auslöst.
Disposables werden überwiegend an Tankstellen, Kiosken und in einigen Supermärkten angeboten. Der Fachhandel bietet diese aber inzwischen auch zunehmend an.
Kritik
Disposables bergen in erster Linie ein Umweltschutzproblem. Sie bestehen aus Kunststoffen, Metallen, elektronischen Bauelementen und Lithiu-Ionen-Akkuzellen, die nur für sehr kurze Zeit genutzt werden. Ein typischer Raucher benötigt täglich voraussichtlich zwei solcher Geräte, die nach der Nutzung (Batterie und/oder Liquidtank leer) zu problematischem Abfall werden. Es gibt vereinzelte Rücknahmestellen und es besteht auch die Möglichkeit, die Akkuzelle nach dem Ende der Lebensdauer aus dem Gerät zu entfernen, diese bei einer Batterie-Sammelstelle abzugeben und den Rest in der Wertstofftonne zu entsorgen, doch die Praxis zeigt leider, dass die gebrauchten Disposables eher entsorgt werden, wie Zigarettenstummel: Sie landen im normalen Hausmüll oder in der Natur.
Ein weiteres Problem ist die in der Praxis recht unregulierte Vermarktung, obwohl sie tatsächlich unter die Regelungen des Tabakerzeugnisgesetzes (TabakErzG - Deutschland; in anderen EU-Mitgliedsstaaten gibt es entsprechende Gesetze) fallen. So werden nicht angemeldete Geräte angeboten und zahlreiche Geräte welche die gesetzlichen Beschränkungen nicht einhalten (Tankvolumen bis maximal 2 ml; Nikotinkonzentration bis maximal 2 % - entspricht 20 mg/ml; Verpackungsvorschriften, Beipackzettel; Warnhinweise). Eine Überwachung ist kaum möglich, weil sie überwiegend außerhalb des kontrollierten Fachhandels verkauft werden.
Besonders problematisch ist auch die kaum stattfindende Anwendung des Jugendschutzgesetzes. Während die Gegner des E-Dampfens gerne behaupteten, die üblichen E-Dampf-Geräte würden in erster Linie für eine junge Käuferschaft vermarktet, was nicht den Tatsachen entspricht, hätten sie bei den Disposables durchaus recht. Das teilweise aggressive Marketing, insbesondere durch Influencer, richtet sich tatsächlich an den jüngeren Konsumenten. So gibt es inzwischen Disposables, die in der Form eines Eis am Stiel angeboten werden, was nun nicht unbedingt speziell für die Kundengruppe der Tabakraucher attraktiv sein könnte. Hinzu kommt, dass es durch den Verkauf als Nischenprodukt außerhalb des Fachhandels für Minderjährige sehr einfach ist, diese Produkte zu erwerben, obwohl dies in Deutschland z.B. nach dem Jugendschutzgesetz verboten ist. Derzeit (2022) findet gerade auch unter Minderjährigen ein regelrechter Hype um diese Produkte statt.
Weblinks
1 https://vapers-insight.de/2021/12/22/disposables/
2 (https://vapers-insight.de/tag/disposables/)
Dryburn
Der Dryburn (3börn) stammt aus Zeiten, zu denen Verdampfer, bzw. Verdampfer-Köpfe relativ teuer und nicht so einfach zu bekommen waren. Bemerkte man, dass die Dampfleistung des Verdampfers deutlich nachließ, oder der Geschmack unangenehmer wurde, war es an der Zeit den Verdampfer zu wechseln. Mit dem Dryburn war es nun möglich, den alten Verdampfer in einen Zustand zu bringen, der es ermöglichte, diesen noch ein wenig länger genussvoll zu dampfen.

Während des Betriebs des Verdampfers lagern sich nach und nach immer mehr Rückstände aus dem Liquid auf der Heizwendel und dem Liquid-Träger ab. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem diese Kruste die Wendel derart bedeckt, dass sie an der Oberfläche nicht mehr schnell heiß genug werden kann, um das Liquid ausreichend zu vernebeln. Die Dampfleistung lässt nach. Außerdem kann durch die Verkrustung selbst ein unangenehmer Geschmack entstehen. Die Ablagerungen, die sich auch am Liquidträger (Docht) bilden führen oft auch dazu, dass nicht mehr ausreichend Liquid zur Wendel transportiert wird. In diesem Fall ist der Verdampfer reif für einen Austausch.
Ein Dryburn ist eine Möglichkeit, die Verkrustung von Wendel und Docht – zumindest teilweise – zu entfernen und damit die Lebensdauer des Verdampfers ein wenig zu verlängern. Zu diesem Zweck wird die trockene (dry) Wicklung in Betrieb genommen. Weil dabei aber die Kühlung durch das normalerweise vorhandene Liquid entfällt, glüht der Heizdraht auf (Vorsicht: mehrere hundert Grad) und die Verschmutzungen werden teilweise verbrannt (burn). Das darf nicht zu lange dauern, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass der Heizdraht wegen Überhitzung selbst durchbrennt. Allein durch Verbrennen lassen sich die Verkrustungen aber nicht entfernen. Aus diesem Grund pustet man, nachdem man die Wendel hat aufglühen lassen, auf die Wicklung, um diese möglichst schnell wieder abzukühlen. Oder man hält sie unter fließendes Wasser, wobei darauf zu achten ist, dass kein Wasser in Bereiche vordringen kann, in denen es nichts zu suchen hat, oder aus denen es nicht wieder heraus gebracht werden kann. Durch die schnelle (bei der Wasser-Methode ja sogar schlagartige) Abkühlung werden Teile der festen Kruste quasi abgesprengt. Diese kann man nun abklopfen, weg pusten, weg spülen. Eine Zahnbürste kann dabei helfen, lockere Reste endgültig zu lösen (allerdings nur bei Verdampfern, bei denen man mit der Bürste auch an die Wicklung gelangen kann). Das Abspülen hat den Vorteil, dass auch der Docht wieder ausgewaschen wird und sich die Liquid-Transportfähigkeit erhöht. Oftmals wurden die Verdampfer auch in Alkohol eingelegt, um hartnäckigere Verschmutzungen aus dem Docht zu lösen.
Nach erfolgtem Dryburn und anschließender Trocknung sind solche Verdampfer wieder für einige Zeit nutzbar. Meistens nicht so lange, wie ein fabrikneuer, weil sich oft nicht alle Verschmutzungen lösen lassen und außerdem durch die vorherige Nutzung die Oberfläche des Heizdrahtes bereits angegriffen und damit anfälliger für neue Verkrustung ist.
Ein Dryburn ist für die Wicklung nicht ungefährlich. Sofern der Docht aus einem Material besteht, das auch höheren Temperaturen widersteht (dryburnfähig), wird er so leicht keinen Schaden nehmen. Die Gefahr, dass jedoch der Heizdraht selbst beschädigt wird, ist durchaus gegeben. Aber man hat in diesem Fall nichts zu verlieren, denn die Wicklung war ohnehin vorher nicht mehr nutzbar.
Wichtig bei einem Dryburn ist es, den Verdampfer in betriebsfähigem Zustand möglichst so weit zu zerlegen, dass die Wendel gut zugänglich ist. Es müssen vor allem alle hitzeempfindlichen Komponenten in unmittelbarer Nähe der Wicklung demontiert werden. Das war zu Zeiten, als Dryburns beinahe notwendig waren, manchmal gar nicht so einfach. Gerade eGo-T Verdampfer, aber auch eGo-C Töpfchen waren nicht ganz einfach zu öffnen (so, dass sie sich später auch wieder zusammen bauen ließen). Für Cartomizer schied diese Methode ohnehin aus, weil das Trägermaterial – die Watte – um den Heizdraht herum gelegt war und nicht dryburnfest war. Es gab zwar auch Experten, die Cartomizer zerlegten, die Watte entfernten, den Draht reinigten und anschließend neue Watte einbrachten. Der Aufwand ist aber enorm, so dass es sich nicht wirklich lohnt. Es erweckte eher den Anschein einer „Machbarkeits-Studie“.

Vor dem Dryburn

Nach dem Dryburn
Wer einen Selbstwickelverdampfer (SWVD) sein Eigen nennt, muss eigentlich keinen Dryburn mehr durchführen. Die Kosten einer neuen Wicklung sind so gering, dass es sich nicht wirklich lohnt. Und an Wickelmaterial gelangt man auch mühelos. Mit dem Vormarsch der Microcoil-Wicklungen hat der Dryburn allerdings eine Renaissance durchlebt. Bei einer Microcoil macht er auch wirklich Sinn, denn es wird der Docht ohnehin aus der kleinen Spule gezogen. Der Dryburn geht sehr schnell vonstatten und führt zu einer nahezu neuwertig aussehenden Wicklung. Nach Bestückung mit einem neuen Docht hat man eine nahezu neuwertige Wicklung. Auch hier leidet der Draht sicher ein wenig, aber er lässt sich um ein Vielfaches länger verwenden, als bei herkömmlichen Wicklungen. Das ganze Prozedere ist eine Sache von wenigen Minuten und führt zu sehr guten Ergebnissen.
Die Nutzergewohnheiten haben sich in den letzten Jahren und Monaten enorm verändert und die Technik hat sich weiter entwickelt. Der Trend geht zu Wicklungen mit niedrigem Widerstand, um hohe Leistungen zu ermöglichen und gleichzeitig die Aufheizzeit der Wicklung zu verkürzen. Um noch ausreichend erhitztes Material zu haben, werden Drähte mit großem Querschnitt verwendet, die einen geringeren Widerstand aufweisen und so mehr Windungen erfordern. Diese Heizdrähte sind in gewickeltem Zustand extrem stabil, weshalb auch bei “klassischen” Wicklungen (Wicklung ohne Berührung der einzelnen Windungen) das Trägermaterial leicht entnommen und nach der Reinigung wieder eingeführt werden kann. Aus diesem Grund werden Dryburns häufiger durchgeführt, um den Aufwand für eine neue Wicklung zu vermeiden.
Einige führen auch „Wartungs-Dryburns“, bzw. vorbeugende Dryburns durch. Es wird also diese Art der Reinigung periodisch vollzogen, ohne dass die Wicklung schon den Zustand erreicht hat, dass sie nicht mehr nutzbar wäre. Über diese Praxis ist man in der Dampfer-Szene geteilter Meinung. Einerseits verkrustet die Wicklung dabei niemals vollkommen, andererseits ist es aber ein nicht notwendiger Aufwand, der auch immer die Gefahr der Beschädigung der Wendel birgt. Ob man das praktiziert, muss man sich gut überlegen und pro und contra für sich selbst abwägen.
E-Zigarette
E-Zigarette ➔ Mobiler Liquidzerstäuber
Elektrische Größen beim Dampfen
Das Wissen um die elektrischen Größen beim Dampfen ist allein aus Sicherheits-Aspekten wichtig und interessant. Strom fließt durch einen Draht mit hohem Eigenwiderstand und dort wird elektrische Energie zum Teil in Wärmeenergie umgewandelt, was dafür sorgt, dass das Liquid vaporisiert. Das ist das ganze Geheimnis. Es ist wichtig, die wichtigsten Zusammenhänge bei diesem Vorgang zu verstehen, selbst wenn man keinen Selbstwickelverdampfer (SWVD) verwendet. Auch bei den Fertigverdampfern ist ja der Widerstand der Wicklung angegeben oder man bestimmt ihn durch Messung selbst.
Grundlage für alle Berechnungen ist das Ohmsche Gesetz: Das Verhältnis einer an einem elektrischen Leiter anliegenden elektrischen Spannung U zur Stärke I des hindurch fließenden elektrischen Stromes wird definiert als die Größe elektrischer Widerstand R.
Dies drückt sich in den drei Formeln

aus. Der Widerstand R wird in Ohm (Ω), die Spannung U in Volt (V) und der Strom I in Ampere (A) angegeben. Wer sich diese Formeln nicht merken kann oder mag, nutzt einfach das Ohmsche Dreieck.
Für alle unsere Berechnungen kann man auch das „Formelrad“ zu Hilfe nehmen, welches die Formeln übersichtlich zusammenfasst:

Beim Dampfen lassen sich einige dieser Faktoren beeinflussen. Und damit auch das Ergebnis, das man vom Verdampfer erwarten darf. Bei geregelten Akkus bzw. Akkuträgern kann entweder die Spannung U, oder die Leistung P in bestimmten Bereichen eingestellt werden. Bei ungeregelten Akkuträgern kann man von anfangs 4,2 Volt Spannung ausgehen, die längste stabile Phase sollte bei 3,7 Volt liegen, bis die Spannung abfällt. Der Widerstand bei Fertigverdampfern ist meist angegeben, beim Selbstwickler hat man den Wert selbst in der Hand. Inzwischen haben sich auch temperaturgesteuerte Akkuträger am Markt etabliert. Diese regeln die Leistung in Abhängigkeit von der Temperatur der Heizwendel.
Generell kann man sagen, dass mit steigender Leistung die Dampfmenge zunimmt. Das funktioniert jedoch nur so lange, wie die Heizwendel auch mit ausreichend Liquid versorgt wird. Höhere Leistung bedeutet, dass mehr Liquid vaporisiert wird. Die Dampfmenge sagt allerdings nicht unbedingt etwas über Geschmack und Throat Hit aus. Im Endeffekt kann man sich mit dem Wissen um diese zusammenhänge und Formeln an einen Wert heran tasten, der für einen selbst gut ist (Sweetspot). Dampfentwicklung, Geschmack und Throat Hit hängen aber von weitaus mehr Faktoren, als den elektrischen ab. Materialmenge beim Heizdraht, die Heizdraht-Oberfläche, Form und Bauart der Verdampferkammer, Luftführung und vieles mehr beeinflussen, wie gut der Verdampfer letztlich nach den eigenen Bedürfnissen arbeitet. In letzter Konsequenz muss man seinen Sweetspot durch Experimentieren finden. Die Formeln können aber dabei helfen, den Bereich einzugrenzen. Außerdem ist dieses Wissen unerlässlich, wenn man ungeregelt und dabei eventuell sogar ungeschützt dampft. So lässt sich der elektrische Strom berechnen, der nicht über dem maximalen Entladestrom des Akkus liegen sollte. Inzwischen geben viele Shops eben diese Werte auch an. Wenn man nichts findet, ist ein Blick in die Akku-Datenbank [1] sinnvoll. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist der Online-Rechner von Sengpiel Audio, bei dem man die hier in den Formeln vorgestellten Berechnungen ganz einfach online durchführen kann [2].
Ein weiterer Wert ist die Ladungsträgerkapazität des Akkus. Diese wird in mAh (Milli-Ampere-Stunden) angegeben und sagt etwas darüber aus, wie groß die Kapazität und damit die Laufzeit des Akkus ist.
Die Laufzeit eines Akkus t in Stunden berechnet sich aus der Ladung Q in Amperestunden und dem Entladestrom I in Ampere nach folgender Formel:
Vereinfacht kann man aber sagen, dass ein Akku länger hält, je größer seine Kapazität (mAh) ist.
Geregelter Akkuträger
Bei geregelten Akkuträgern ist neben der Schutzelektronik die Leistung bzw. die Verdampfungstemperatur einstellbar. Bei einigen Modellen lässt sich auch eine Vorheizung zuschalten und einstellen.
Glycerin
Glycerin (Propan-1,2,3-triol, Glycerol, Glyzerin) ist ein Zuckeralkohol und der einfachste dreiwertige Alkohol, ein Triol. Der Name Glycerol wurde eingeführt, da er die korrekte Endung -ol für einen Alkohol besitzt (die Endung -in steht für Alkine oder Amine).

Glycerin ist in allen fetten Ölen – z. B. Pflanzenölen – chemisch gebunden als Fettsäureester (Triglyceride) vorhanden und spielt eine zentrale Rolle als Zwischenprodukt in verschiedenen Stoffwechselprozessen. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es das Kürzel E 422.
Gewinnung und Darstellung
Die Herstellung kann petrochemisch aus Propen mit den Zwischenprodukten Allylchlorid und Epichlorhydrin oder chemisch als Kuppelprodukt bei der Verseifung von natürlichen Fetten und Ölen zur Gewinnung von Seifen (= Alkalisalze der Fettsäuren) geschehen. Früher wurden dazu vor allem tierische Fette eingesetzt.
Inzwischen werden große Mengen Glycerin als Nebenprodukt der Biodieselherstellung erzeugt. Dies geschieht durch eine Umesterung von meist pflanzlichen Ölen mit Methanol. Ein Fettmolekül (Triacylglycerid) wird mit drei Methanolmolekülen zu Glycerin und drei Fettsäuremethylestern (FAME) umgesetzt.
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Glycerin ist bei Raumtemperatur eine farb- und geruchlose, leicht viskose und hygroskopische Flüssigkeit, die süßlich schmeckt. Glycerin hat eine Viskosität von 1480 mPa·s (20 °C).
Chemische Eigenschaften
Glycerin bildet unter Hitzeeinwirkung weißen Dampf. Beim Erhitzen unter Sauerstoffmangel zersetzt es sich bei 290° C zu dem giftigen ungesättigten Aldehyd Propenal, das auch Acrylaldehyd oder Acrolein genannt wird.
Verwendung
Lebensmittel und Kosmetik
Glycerin dient als Feuchthalteprodukt beispielsweise in Kaugummis.
Wegen seiner wasserbindenden Eigenschaften ist Glycerin in Kosmetikartikeln als Feuchtigkeitsspender enthalten. Als Lebensmittelzusatzstoff findet Glycerin unter der Nummer E 422 Anwendung zur Feuchthaltung, etwa für Datteln oder Kaugummi, aber auch als Süßungsmittel. Auch in verschiedenen Zahnpasten ist Glycerin enthalten.
Haushalt
Häufig wird Glycerin in das Wasser von Weihnachtsbaumständern gegeben, um den Baum länger frisch zu halten. Das Glycerin sorgt für Frostschutz und führt dazu, dass die Nadeln länger halten. Glycerin findet aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung Verwendung in Lederpflegemitteln und Schuhcremes, um Leder glatt und geschmeidig zu halten. Auch bei der Herstellung von Flüssigkeit für Seifenblasen wird in der Regel etwas Glycerin hinzugegeben.
Malerei
Glycerin dient als Feuchthaltemittel in Aquarellfarben.
Tabak, Zigaretten und mobile Liquidzerstäuber
Glycerin wird zur Aerosolbildung in mobilen Liquidzerstäubern eingesetzt.
Glycerin (E 422) wird zusammen mit 1,2-Propandiol als Feuchthaltemittel für Tabakwaren verwendet. Im Zigaretten- und Pfeifentabak sollen die Feuchthaltemittel vor allem die Lagerungszeiten der Produkte verlängern und die Austrocknung verhindern. Shisha-Tabak werden von den Herstellern deutlich höhere Mengen an Feuchthaltemitteln zugemischt, um einerseits die Verbrennung des Tabaks zu verhindern und andererseits einen dichteren Dampf zu erzeugen.
Weiterhin findet Glycerin ebenso wie 1,2-Propandiol Verwendung als Liquid in mobilen Liquidzerstäubern, in diesem Kontext wird es auch als „VG“ bezeichnet.
VG steht für “Vegetable Glycerin”, was bedeutet, dass es aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt wird. Die Bezeichnung hat sich als Abkürzung durchgesetzt, obwohl der Herstellungsprozess für die Nutzung völlig ohne Belang ist. VG ist chemisch identisch mit Glycerin, das aus tierischen Rohstoffen oder als Erdölprodukt hergestellt wird.
Industrie und Technik
Glycerin wird als Frostschutzmittel (in Mischung mit Wasser als Wärmeträger), Schmierstoff und Weichmacher verwendet. In Nebelfluiden wird es zur Erhöhung der Standzeit des Nebels beigesetzt. Bei der Herstellung von Kunststoffen, Microchips, Farbstoffen sowie Zahnpasta wird die Substanz als Reaktant benötigt.
Aufgrund der zeitweise deutlich gesunkenen Preise werden neue Anwendungsgebiete für Glycerin gesucht. Neben der Verbrennung sind dabei insbesondere die Nutzung als zusätzliches Nährmedium (Cosubstrat) in Biogasanlagen zur Erzeugung von Biogas sowie die Nutzung als Fermentationssubstrat in der Industriellen Biotechnologie Alternativen.
Landwirtschaft
Bei steigenden Futtermittelpreisen findet Glycerin als Futtermittel für Wiederkäuer, Schweine und Hühner Interesse.
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Prof. Peter Hajek
Peter Hajek ist Professor der Klinischen Psychologie an der Queen Mary University of London (QMUL) und dort Leiter der Health and Lifestyle Research Unit am Wolfson Institute of Preventive Medicine. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Analyse von Gesundheitsverhalten, Tabakabhängigkeit, Rauchentwöhnung und Gewichtsmanagement. Seine Forschung dient unter anderem der Entwicklung und Evaluierung von Behandlungsmöglichkeiten, sowohl pharmazeutische als auch auf Verhaltenstherapie beruhende, für abhängige Raucher und Menschen mit Gewichtsproblemen. Er leistete einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines UK-weiten Angebotes von Hilfestellungen zur Rauchentwöhnung und half bei der Schulung der Angestellten sowie beim Aufstellen von Richtlinien. Hajeks Arbeiten ergaben unter anderem, dass – ausgehend von der starken Abhängigkeit, die bei Rauchern häufig besteht – die E-Zigarette ein zu verbreitendes, sinnvolles Hilfsmittel ist, um Menschen beim Rauchstopp zu unterstützen.
Links
Infoseite der Queen Mary University of London zu Hajek
Verfasst von: Christina Becker
Heizdraht
Heizdrähte (auch Widerstandsdrähte) sind Drähte aus Metall oder Metall-Legierungen mit einem relativ hohen spezifischen Widerstand. Durch den Widerstand wird elektrische Energie in Wärmeenergie umgewandelt. Die Stromwärme ist proportional zum Quadrat der Stromstärke und proportional zum Quadrat der an einem gegebenen Heizelement anliegenden elektrischen Spannung.
Bei der Nutzung von mobilen Liquidzerstäubern kommen überwiegend Heizdrähte zum Einsatz. Durch die Stromversorgung mittels eines Akkus oder Akkuträgers wird die aus Heizdraht bestehende Heizwendel erhitzt, was zu einer Vaporisierung des an der Wendel anliegenden Liquids führt.
Übliche Materialien für Heizdrähte sind Kanthal® A, Kanthal® A-1, Kanthal® D, Aluchrom, Nickel-Chrom 60, Nicke-Chrom 80, Nickel-Chrom 90, V2A Edelstahl, V4A Edelstahl, Titan, Nickel 200, Wolfram und Zirkonium. Sie unterscheiden sich jeweils im spezifischen Widerstand und im Ansprechverhalten (wie schnell sie sich aufheizen bzw. abklingen).
Inbus
nnensechskant (im Deutschen geläufig unter der Markenbezeichnung Inbus) ist ein Mitnahmeprofil für Schrauben mit einem Innensechskant im Schraubenkopf. Der zugehörige Schraubenschlüssel mit Außen-Sechskantprofil heißt Innensechskantschlüssel (Inbusschlüssel). In vielen Ländern wird die Innensechskantschraube nach dem Unternehmen Allen Manufacturing Company (Hartford, Connecticut) Allen screw, der Inbusschlüssel Allen key oder Allen wrench genannt.
Markenname INBUS
Das Akronym INBUS steht für „Innensechskantschraube Bauer und Schaurte“. Häufig wird der Name durch Assimilation entgegen der markenrechtlich korrekten Schreibung „Imbus“ ausgesprochen. Der Name leitet sich vom Ersthersteller Bauer & Schaurte (bis 1980 in Neuss) ab. Heute gehört die Marke INBUS der INBUS IP GmbH mit Sitz in Breckerfeld.[1] Schrauben mit dem Zeichen INBUS werden in Lizenz ausschließlich von der Firma Nedschroef[2][3] hergestellt und vertrieben. Werkzeuge mit dem Zeichen INBUS fertigt und vertreibt die HaFu Werkzeugfabrik H. J. Fuhrmann GmbH in Lizenz exklusiv.
Entwicklung und Technik
William G. Allen ließ sich 1910 ein Herstellverfahren für Innensechskantschrauben patentieren. In den USA werden Innensechskantschlüssel oft als Allen Key bezeichnet.
Die Standard Pressed Steel Company (SPS) soll circa 1911 unabhängig von Allen Innensechskantschrauben entwickelt haben. Die Motivation von SPS war, Feststellschrauben ohne hervorstehenden Schraubenkopf zu entwickeln und so die Maschinensicherheit zu erhöhen. (Kleidungsstücke können sich an hervorstehenden Schraubenkopfen fest hängen, bei einer versenkten Madenschraube entfällt dieses Risiko). Als Inspiration dienten SPS Innenvierkantschrauben aus Großbritannien (Robertson-Schraube), welche SPS auf Grund von Kosten und Patenten nicht einsetzen wollte. Es ist nicht überliefert, wie SPS die Schrauben herstellte. Da aber Allen nur das Patent für ein bestimmtes Herstellverfahren hielt, war das Patent von Allen bei Bedarf umgehbar.
Bauer & Schaurte ließ diese Schraubenart 1936 in Deutschland patentieren und brachte sie auf den Markt. Die Technik wurde unter anderem von Walter Beduwé, damals leitender Ingenieur, weiterentwickelt und vollendet.
Bei dieser Schraubenart ist ein Innensechskant in einem zylindrischen Schraubenkopf versenkt. Im Vergleich zur Sechskantschraube (mit Außensechskantkopf) wird weniger Platz für den Kopf benötigt. Im Vergleich zu einer gleich großen Kreuzschlitzschraube kann eine Innensechskantschraube etwa das zehnfache Drehmoment aufnehmen.
Eigenschaften und Anwendungsgebiete
Innensechskantschrauben eignen sich gut für Schraubenverbindungen, bei denen die Schraubenköpfe konstruktionsbedingt schwer zugänglich sind. Es reicht aus, wenn der Kopf von oben erreicht werden kann, beispielsweise durch ein Loch, dessen Durchmesser größer als das Eckenmaß des jeweiligen Schlüssels ist. Mit Schlüsseln, deren Spitze kugelig angeschliffen ist, lassen sich die Schrauben auch dann anziehen und lösen, wenn Schlüssel und Schraube nicht fluchten. Innensechskantschrauben lassen sich zudem platzsparend versenken, falls überstehende Schraubenköpfe stören.
Innensechskantschlüssel-Sätze sind preiswert und kompakt in den Abmessungen. Zudem können Innensechskantschlüssel leicht mit einem Rohr verlängert werden, um höhere Anzugs- bzw. Lösemomente zu erzeugen. Diese Eigenschaften machen die Innensechskantschrauben deshalb zur bevorzugten Schraube bei Sondermaschinen.
Am Fahrrad werden Innensechskantschrauben gerne eingesetzt, weil damit das Bordwerkzeug klein gehalten werden kann. Der preiswerte Innensechskantschlüssel kann auch bei Bausätzen, zum Beispiel für Möbel, kostensparend durch den Hersteller beigegeben werden. Die Zylinderschraube mit Innensechskant zeichnet sich durch ein gefälliges Aussehen aus, weshalb sie gerne für Zierzwecke verwendet wird. Bei Gebrauchsgegenständen hat die runde Form den Vorteil, dass sich kaum Teile oder Textilien daran festhaken können und die Verletzungsgefahr geringer ist.
Ein Nachteil des Innensechskantes bei Verwendung im Außenbereich besteht darin, dass sich Schmutz und Wasser im Hohlraum ansammeln und zu Korrosion führen können. Außerdem ist prinzipbedingt der Schraubenkopf höher als der einer Sechskantschraube, dafür aber auch schmaler im Durchmesser.
Inzwischen gibt es Schraubenantriebs-Systeme, die im Vergleich zum Innensechskant eine bessere Übertragung des Anzugsmomentes auf die Schraube gestatten und höhere Drehmomente zulassen, zum Beispiel Torx aus den USA oder Vielzahn XZN nach DIN 34824.
Normung
Innensechskantschrauben gibt es in verschiedenen Ausführungen, die auch in Normen beschrieben sind. Die im Maschinenbau gängigsten Innensechskantschrauben sind in folgenden Normen aufgeführt:
- EN ISO 4026 (früher DIN 913): Gewindestift mit Innensechskant und Kegelkuppe
- EN ISO 4027 (früher DIN 914): Gewindestift mit Innensechskant und Spitze
- EN ISO 4028 (früher DIN 915): Gewindestift mit Innensechskant und Zapfen
- EN ISO 4029 (früher DIN 916): Gewindestift mit Innensechskant und Ringschneide
- EN ISO 4762 (früher DIN 912): Zylinderkopfschraube mit Innensechskant
- EN ISO 10642 (früher DIN 7991): Senkkopfschraube mit Innensechskant
- DIN 7984: Zylinderkopfschraube mit niedrigem Kopf und Innensechskant
- DIN 6912: Zylinderkopfschraube mit niedrigem Kopf, Schlüsselführung und Innensechskant
Werden oben genannte Ausführungen in technischen Dokumentationen aufgeführt, so ist die Bezeichnung nach der jeweiligen Norm zu verwenden. Die Größenangabe der Innensechskantschlüssel bezieht sich auf den senkrechten Abstand in Millimetern zweier paralleler Seiten seines sechseckigen Querschnittes, der auch als Schlüsselweite, abgekürzt SW, bezeichnet wird.
Ähnliche Kopf-Anschlussformen für Schraubendreher
Von einigen Autoherstellern werden, unter anderem für die Bremsen, statt Innensechskantschrauben die selteneren Innenfünfkantschrauben eingebaut. Die dazu passenden Innenfünfkantschlüssel sind im Fachhandel erhältlich.
Ein Innenfünfkant dient auch als Diebstahlsicherung bei Schnellspannern in der Fahrradtechnik, allerdings verlieren diese Befestigungen dabei ihren eigentlichen Schnellspanncharakter. Der Spannhebel wird durch einen abziehbaren Innenfünfkant-Stift ersetzt, der dann durch den Fahrer mitgeführt werden muss.
Ebenfalls in der Automobilindustrie findet der Innenvielzahn (XZN) Anwendung, wenn besonders hohe Anzugsmomente gefordert werden, beispielsweise bei den Gelenkwellen im Antriebsstrang.
Einzelnachweise
- https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/477514/DE
- Erfinder des Inbus-Schlüssels in Not. 20. August 2015. Zugriff: 19. Februar 2016
- Wichtiger Schritt zur Sanierung Automobilzulieferers Whitesell19. August 2015. Zugriff: 19. Februar 2016
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Kanthal
Kanthal ist die Bezeichnung für eine Handelsmarke mit unterschiedlichen Produkten.
„Kanthal“ wird häufig als eine in ihrer Zusammensetzung definierte Heizleiterlegierung verstanden, doch trifft dies nur bedingt zu. Eine Legierung aus Eisen, Chrom und Aluminium mit einer Beständigkeit bis 1400 °C[1] wurde zwar bereits 1931 von einem skandinavischen Unternehmen entwickelt. Später wurde sie Teil eines weitgefächerten, auch auf Kupfer und Nickel basierende Heizleiterlegierungen einschließenden Kanthal-Programms für Heizleiter und Heizelemente in Formen, die nicht nur den jeweiligen Schmelz- und Gießofentypen, sondern auch anderen metallurgischen Öfen entsprachen. Besonders verbreitet sind stabförmige Heizelemente (als Silitstäbe bekannt) für metallurgische Herd- und Wannenöfen mit Deckenstrahlheizung (Wärmeabstrahlung auf die Schmelzbadoberfläche).
Kanthaldraht findet als Heizdraht im Verdampfer Verwendung.
Übliche Typen sind:
Kanthal A1
Legierungsbestandteile: Cr 22%, Al 5,8%, 72,2% Fe max. Arbeitstemperatur: 1400°C
Kanthal A
Legierungsbestandteile: Cr 22%, Al 5,3%, 72,7% Fe max. Arbeitstemperatur: 1350°C
Kanthal D
Legierungsbestandteile: Cr 22%, Al 4,8%, 73,2% Fe maximale Arbeitstemperatur: 1300°C
Externe Links
- Handbuch Kanthal Heizleiterlegierungen. Katalog 1-A-2-2 01. 97 3000, 1997, S. 6.
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Liquid
Als Liquid (auch E-Liquid oder E-Zigaretten Liquid genannt) bezeichnet man die gebrauchsfertige Flüssigkeit, die für die Benutzung eines E-Dampfgeräts (einer E-Zigarette) benötigt wird.
In einem E-Dampfgerät wird diese Flüssigkeit vernebelt, das entstehende Aerosol (Dampf) wird anchließend inhaliert.
Grundstoffe
Liquids gibt es in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Hauptbestandteile sind
- Propylenglycol (1,2-Propylenglycol, Monopropylenglycol, E 1520, PG)
- Glycerin (Glycerol, 1,2,3-Propantriol, E 422, VG)
- Polyethylenglycol (Macrogol, E 1521, PEG)
- Wasser
- Nikotin
- Aromen
Zusammensetzung
Es werden oft bestimmte Bezeichnungen für unterschiedliche Zusammensetzungen verwendet. Die bekanntesten sind
- Traditionale mit 55% Propylenglycol, 35% Glycerin und 10% Wasser
- Iceblade mit 95% Propylenglycol und 5% Wasser
- Velvet Cloud mit 80% Glycerin und 20% Wasser
- VPG mit 50% Propylenglycol und 50% Glycerin
Liquids, die Polyethylenglycol enthalten, sind selten, weil PEG einen deutlich höheren Aromaanteil erforderlich macht und einen deutlichen Eigengeschmack hat. PEG kommt eher bei der eigenen Herstellung von Liquids (Selbstmischen) zum Einsatz.
Je größer der Anteil an Glycerin, desto dichter und voluminöser ist der erzeugte Dampf. Propylenglycol ist hingegen Geschmacksträger, weshalb Liquids mit höherem PG-Anteil oftmals intensiver schmecken, jedoch weniger dichten Dampf erzeugen. Ein beliebter Kompromiss sind VPG-Liquds, die Propylenglycol und Glycerin in gleichen Anteilen enthalten.
Geschmack
Den Geschmacksrichtungen sind nahezu keine Grenzen gesetzt. In Liquids kommen normale Lebensmittelaromen zum Einsatz, die zur Inhalation geeignet sind (keine ölhaltigen oder zuckerhaltigen Aromen).
Nikotin
Liquids sind mit 0 bis zu 20 mg Nikotin pro ml Flüssigkeit versetzt. Neben den Wirkungen des Nikotins auf das Nervensystem hat dieses auch die Eigenschaft eines Geschmacksträgers (je geringer der Nikotinanteil, desto mehr Aroma muss zugesetzt werden) und ist für den sog. Throathit verantwortlich.
Gesetzliche Regelungen
Innerhalb der EU dürfen aufgrund der Richtlinie 2014/40/EU (TPD2) und deren Umsetzung in nationale Gesetze nikotinhaltige Liquids nur noch in Einheiten bis höchstens 10 ml (bei Einweggeräten und -kartuschen ist die Füllmenge auf 2 ml begrenzt) und einem maximalen Nikotinanteil von 20 mg/ml verkauft werden. Die Liquidbehälter bzw. Kartuschen oder Einweggeräte müssen kinder- und manipulationssicher, sowie bruch- und auslaufsicher sein und eine auslaufsichere Nachfüllung (außer bei Einweggeräten bzw. -kartuschen) gewährleisten. Die Umverpackung muss über Angaben zu Inhaltsstoffen verfügen und es muss ein gesundheitsbezogener Warnhinweis aufgedruckt sein. Dem Nachfüllbehälter muss überdies ein Beipackzettel mit Gebrauchs- und Aufbewahrungsanweisungen, einschließlich eines Hinweises, dass das Erzeugnis nicht für den Gebrauch durch Jugendliche und Nichtraucher empfohlen wird, Gegenanzeigen, Warnungen für spezielle Risikogruppen, Angaben über mögliche schädliche Auswirkungen, Suchtpotenzial und Toxizität, sowie Kontaktangaben des Herstellers oder Importeurs beiliegen. Hersteller, Händler und Importeure müssen das Produkt sechs Monate vor dem Inverkehrbringen der zuständigen Stelle melden.
Prof. Ann McNeill
Prof. Ann McNeill lehrt und forscht am King’s College London (KCL) über Tabakabhängigkeit. Sie leitet die Nicotine Research Group am Institute of Psychiatry am KCL und ist stellvertretende Direktorin des UK Centre for Tobacco & Alcohol Studies. Der Fokus der Nicotine Research Group liegt in der Bewertung, welche öffentlichen Maßnahmen Menschen bei der Rauchentwöhnung helfen, die Tabakaufnahme reduzieren und zur Reduzierung der Schädlichkeit des Nikotinkonsums beitragen, wenn die Konsumenten diesen nicht beenden können oder wollen. Ihre Arbeit beschäftigt sich zusätzlich mit Forschungen zur Wahrnehmung und Bewertung der E-Zigarette in verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Der Themenbereich der Forschungen von Ann McNeil beinhaltet Rauchprävention, Rauchstopp, Reduzierung der Schädlichkeit von Tabakprodukten und die Politik öffentlicher Stellen bzgl. Tabak. Ihr besonderes Interesse gilt der Beziehung zwischen Rauchen, geistiger Gesundheit und Ungleichheiten.
Links
Infoseite des King’s College London zu McNeill
Verfasst von: Christina Becker
Mechanischer Akkuträger
Unter mechanischen Akkuträgern versteht man Geräte, die OHNE jede Schutz- und Regelelektronik die Akkuspannung an den Verdampfer weitergeben. Die Verwendung ist dementsprechend nur fortgeschrittenen Dampfern mit wenigstens Grundkenntnissen in Elektrotechnik zu empfehlen, da die Unfallgefahr durch ausgasende Akkuzellen sehr groß ist.
Mobiler Liquidzerstäuber
Der mobile Liquidzerstäuber (elektrische Zigarette, E-Zigarette, elektronische Zigarette, Dampfgerät, E-Dampfgerät) oder Vaporizer ist ein Gerät zum inhalativen Konsums eines Feucht-Aerosols. Das Aerosol wird in der Regel durch das Zerstäuben der Betriebsflüssigkeit (Liquid) mittels einer elektrisch beheizte Wendel (Coil) erzeugt. Der Vorgang der Inhalation wird als Dampfen (vaping) bezeichnet. Konsumenten von Vaporizern bezeichnen sich selbst oft als Dampfer.
Im Gegensatz zu einer Zigarette (Tabakzigarette) findet hier kein Verbrennungsprozess statt. Stattdessen wird ein geringer Anteil des Liquids kurzfristig stark erhitzt. Das entstehende Gas sorgt dann durch seine kinetische Energie für die Zerstäubung weiterer Flüssigkeit.
Das Konzept einer elektrischen Zigarette wurde 1963 von Herbert A. Gilbert patentiert, die Idee ging jedoch nie in Produktion. Im Jahr 2002 entwickelte der Chinese Hon Lik ein auf Ultraschall-Zerstäubung basierendes Gerät zur Erzeugung eines nikotinhaltigen Aerosols für die Inhalation und damit das Grundkonzept der mobilen Liquidzerstäuber. Da sich die Ultraschall-Technik als damals nicht praxistauglich erwies, wurde das Prinzip der Aerosolerzeugung bei Produktion und Serienproduktion auf das Verfahren mit der beheizten Wendel umgestellt. Die Produktion der ersten Vazorizer erfolgte durch die Firma Ruyan, für welche Hon Lik arbeitete. Ab 2005/2006 begann der Export dieser Geräte, weltweit werden Geräte mit diesem Funktionsprinzip weltweit hergestellt, vermarktet und durch Endverbraucher genutzt.
Mobile Liquidzerstäuber gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Arten. Prinzipiell bestehen sie aber aus einer Zerstäubereinheit (Atomizer / Verdampfer) mit einem Tank (Tröpfelverdampfer haben keinen Tank) für das Liquid und einer Energieversorgung (Kombiakku/Akkueinheit oder Akkuträger).

eGo-T

Ciga-Like

moderner Liquidzerstäuber
Monika
Bei der Nennung der Person “Monika” im Zusammenhang mit dem E-Dampfen handelt es sich um einen Running Gag oder auch einen “Insider”. Mit “Monika” ist die bisherige Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle, Frau Dr. med. Martina Pötschke-Langer gemeint.
Im Zuge ihrer Funktion beim dkfz. hat sie sich zu einer brennenden Feindin des E-Dampfens entwickelt und es scheint offensichtlich, dass sie ihren eigentlichen Schwerpunkt, nämlich die Tabakbekämpfung, darüber vollständig aus den Augen verloren hat. Ihr Wirken im Kampf gegen das E-Dampfen ist geprägt von der Verbreitung von Unwahrheiten, der intensiven Einflussnahme auf die Politik und dem perfektionierten Gebrauch des Konjunktiv.
In den vergangenen Jahren tätigte sie einige Aussagen, die ihr inzwischen nicht mehr angenehm sind und denen sie in ihren aktuellen Äußerungen und Handeln komplett widerspricht:
„Es wird kein Tabak verbrannt. Es ist in dem Dampf von E-Zigaretten weder Teer, Kohlenmonoxid oder auch zahlreiche andere Kanzerogene enthalten, die aus dem Rauch einer herkömmlichen Zigarette ja dieses hochgefährliche Giftgemisch machen.“
„gegen die normale Zigarette, die eine solche Giftlast darstellt, stellt eine E-Zigarette ein vergleichsweise harmloses Produkt dar.“
22.01.2012 im Deutschlandradio Kultur
„die elektrische Zigarette im Vergleich natürlich zu jeder normalen traditionellen Tabakzigarette ist in der Tat viel viel weniger gefährlich. Das können wir mit Sicherheit sagen.“ 12.03.2012 Gesundheitsmagazin Telemed / Rhein-Neckar-Fernsehen
„Für starke Raucher – die es absolut nicht schaffen aufzuhören und deswegen verzweifelt sind, ist die e-Zigarette mit Sicherheit eine Alternative. Das ist sonnenklar. Bevor ein starker Raucher das Giftgemisch einer Tabakzigarette zu sich nimmt, ist die e-Zigarette tatsächlich mit einer Risikoreduzierung verbunden.“ 31.05.2014 Interview Deutsche Welle
Im Jahr 2016 gab sie nun die Tätigkeit beim dkfz. auf, was jedoch nicht bedeutet, dass sie tatsächlich in den Ruhestand geht. Sie übernahm im März 2016 die Leitung des Aktionsbündnisses Nichtrauchen (ABNR), dem sie schon seit geraumer Zeit angehört. Ihr erklärtes Ziel ist die Fortführung der Bekämpfung des E-Dampfens und es wird mit Sicherheit noch viel von ihr zu hören sein.
Die Erklärung, weshalb sie als “Monika” bezeichnet wird, ergibt sich aus einer Folge des ZDF-Fernsehmagazins frontal21 am 14.04.2015, wo sie von der Off-Stimme (voice over) als “Monika Pötschke-Langer” vorgestellt wurde. Dieser Fauxpas wurde vom Sender in der Mediathek nachträglich korrigiert, es existieren aber in der [Dampfer-Szene] etliche Kopien des Originals mit “Monika” [1]
Wird im Zusammenhang mit dem E-Dampfen von “Monika” gesprochen, so ist damit also Frau Dr. med. Martina Pötschke-Langer gemeint. In Dampfer-Kreisen eine beliebte Verballhornung der Person.
Externe Links
Nachfüllbehälter
Der Begriff Nachfüllbehälter, der in Tabakproduktgesetzen und -verordnungen verwendet wird, ist in der TPD2 wie folgt definiert:
„Nachfüllbehälter“ ein Behältnis, das nikotinhaltige Flüssigkeit enthält, die zum Nachfüllen einer elektronischen Zigarette verwendet werden kann.
Nebenstromrauch
Nebenstromrauch ist der in die Raumluft entweichende Anteil des Zigarettenrauchs (im Englischen auch als “Environmental tobacco smoke” -“ETS” bezeichnet). Der Nebenstromrauch entsteht überwiegend bei ca. 500° C. Er besteht aus dem Verbrennungsstrom, der beim Zug aus der Glut an der Zigarettenspitze freigesetzt wird, dem Verkohlungsstrom, der in der Zugpause von der Glut der Zigarettenspitze freigesetzt wird, dem Schwelstrom, der in den Zugpausen im Mundstückbereich emittiert wird, dem Diffusionsstrom, der vom Zigaretteninneren in der Zugpause durch das Filterpapier nach außen gelangt, dem Effusionsstrom, der vom Zigaretteninneren beim Ziehen durch das Filterpapier nach außen gelangt und dem Exhalationsstrom, dem vom Raucher wieder ausgeatmete Rauchanteil.
Er enthält zahlreiche gesundheitsschädliche Bestandteile und wird für mögliche Schädigungen durch das “Passivrauchen” verantwortlich gemacht.
Nichtsubstitut
Mit der Einführung der Liquidsteuer wurde der Begriff des “Substituts für Tabakwaren” (Substitut) eingeführt.
Da es möglich ist, auch Teilprodukte, die nicht aus dem Fachhandel für das E-Dampfen stammen und auch nicht zur Verwendung in Atomizern bestimmt sind, für die Herstellung von Liquids oder Teilprodukten zu verwenden, ist die Einführung des Begriffs “Nichtsubstitut” oder ggf. “Fremdware” geboten, um die beiden Produktarten sprachlich voneinander zu trennen.
Nichtsubstitute sind Flüssigkeiten (auch Teilprodukte), die für den Konsum in Atomizern geeignet sind, aber nicht mit dieser Zweckbestimmung auf dem Markt angeboten werden. Eine Zweckbestimmung ergibt sich auch aus der Tatsache, dass ein Produkt von einem Fachhändler für das E-Dampfen angeboten wird.
Nickel Chrom
Nickel-Chrom-Legierungen
Die nach DIN 17470 genormten Heizleiterlegierungen auf Basis von Nickel und Chrom sind sowohl Zweistoff- als auch Dreistofflegierungen mit Eisen als bestimmendem Faktor. Die Norm umfasst NiCr 80 20, NiCr 60 15 mit 25 % Eisen, NiCr 30 20 mit 50 % Eisen, sowie CrNi 25 20 mit 55 % Eisen. Frei von Nickel sind die Legierungen CrAl 25 5, also 5 % und 70 % Eisen, sowie CrAl 20 5 mit 75 % Eisen.[1] Der steigende Eisenanteil bedingt hier austenitische und ferritische Gefügezustände mit entsprechend höherer Temperaturbeständigkeit und Einsatzdauer. Bei allen aluminiumhaltigen Legierungen wird diese zudem durch eine im Einsatz gebildete bis > 2000 °C temperaturresistente Schutzschicht aus Aluminiumalphaoxid (Korund) erreicht.
Für hohe Temperaturen werden zunehmend ferritische Chromstähle als Heizleiterlegierung eingesetzt. Sie erfüllen primär die Forderung nach eigenem, hohem Schmelzpunkt und ein von 5 % auf von 2,5–3 % Aluminium reduzierter Zusatz, in seiner Wirkung unterstützt von bis zu 0,3 % Yttrium, Hafnium und Zirkon, verhilft nicht nur zur Ausbildung besonders korrosionsfester Schutzschichten auf den Heizelementen, sondern erlaubt es auch, dünnere und leichtere Drähte als bisher ohne Nachteil für die Einsatzdauer herzustellen.[2]
Nickel-Chrom-Draht findet als Heizdraht im Verdampfer Verwendung.
Externe Links
- Giesserei Lexikon 17. Auflage, Verlag Schiele& Schön GmbH, Berlin 1997, ISBN 3-7949-0606-3.
- Fachpresse-Mitteilung von Thyssen Krupp zu ALUCHROM ECO am 29. März 2004.
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Nikotin
Nikotin
Nikotin ist das Hauptalkaloid der Tabakpflanze. Es ist dient der Tabakpflanze als natürliches Insektenschutzmittel und es schützt die Pflanze vor Insektenbefall. Nikotin ist in bestimmten Dosensehr giftig: Bei Normalpersonen ohne Toleranzentwicklung liegt die letal-toxische Grenze bei circa 7 mg•kg-1 Körpergewicht, ein erwachsener Mensch verträgt also 500 mg (0,5 g) Nikotin.[1] Nikotinhaltige Liquids zum E-Dampfen müssen für Kinder immer unzugänglich aufbewahrt werden (genauso wie alle ätzenden bzw.giftigen Stoffe, Tabakzigaretten, sowie andere Gefahrenquellen im Haushalt; Beispiel: WC-Reiniger u.ä.).
Geschichte
Das Alkoloid Nikotin der Tabakpflanze ist seit 1828 bekannt. 1828 isolierten die Heidelberger Chemiker Karl Ludwig Reimann und Christian Wilhelm Posselt erstmals das in der Tabakpflanze wirksame Alkaloid und gaben ihm Jean Nicot zu Ehren, den Namen Nicotin. Jean Nicot beschäftigte sich mit der Heilwirkung der Tabakpflanze und führte sie 1561 erstmals in Frankreich ein. Die Strukturformel des Nikotins wurde 1893 erstmals von dem deutschen Chemiker und Professor an der Universität zu Berlin Adolf Pinner gemeinsam mit dem Chemiker Richard Wolffenstein aufgestellt.[2] Nach fast zehnjährigen Bemühungen gelang es Amé Pictet im Jahre 1904, Nikotin das erste Mal zu synthetisieren und so wurde die Konstitution endgültig festgestellt. Die Synthese des Nikotins von Pictet bewies die Richtigkeit der von Pinner bereits 1893 aufgestellten Formel. Anfang der 70er Jahre begann die moderne Nikotinforschung in Schweden.
Physikalische Eigenschaften
Reines Nicotin ist bei Zimmertemperatur eine farblose, ölige Flüssigkeit, die sich an der Luft rasch braun färbt. Es ist eine wasserlösliche Base.
Chemische Eigenschaften
Die chemische Struktur von Nicotin basiert auf zwei verbundenen Ringen aus Pyridin und Pyrrolidin. In der Natur kommt ausschließlich (S)-Nicotin vor.

Wirkung von Nikotin
Bei einem gesunden Erwachsenen (wie bei Genussmitteln üblich), sind keine körperlichen Schäden durch Nikotin selbst bekannt, welche die gesundheitlichen Risiken von bspw. täglichem Konsum des Alkaloids “Koffein” in Form von Kaffee übersteigen würden.[3]
In normaler Dosierung ist Nikotin (beim Rauchen) nicht für die schweren, oftmals tödlichen gesundheitlichen Schäden des Konsums durch Tabakrauch wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, chronisch ostruktiver Lungenerkrankungen (COPD) verantwortlich.
Diese schweren Erkrankungen werden durch die tausenden Verbrennungsgiftstoffe des Tabakrauches verursacht, von denen über 70 krebserregend sind. Bei Herz-Kreislauferkrankungen spielt Nikotin lediglich eine untergeordnete Rolle.[4]
Nikotin wirkt konzentrationsfördernd (Steigerung der Aufmerksamkeit und der kognitiven Fähigkkeiten), anregend oder beruhigend. Es schützt vor Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer und ulzerative Colitis. Es sorgt kurzfristige und reversible Erhöhung von Herzfrequenz und Blutdruck.
Angehörige von Risikogruppen, wie schwer Herz-Kreislauf-Erkrankte oder Tumorpatienten sollten den Konsum von Nikotin vermeiden.
Abhängigkeit
Nikotinkonsum ohne Tabakrauch hat sich in Tierversuchen als kaum suchterzeugend herausgestellt.[5][6][7][8]
- How much nicotine kills a human? Tracing back the generally accepted lethal dose to dubious self-experiments in the nineteenth century. Januar 2014. Zugriff: 2. Dezember 2019
- Wikipedia:Adolf Pinner. Zugriff: 2. Dezember 2019
- Caffeine and health. eufic 16. August 2007. Zugriff: 19. Februar 2016
- Nikotin Pharmakologische Wirkung und Entstehung der Abhängigkeit. dkfz. 4. Dezember 2011. Zugriff: 19. Februar 2016
- Rauchgewohnheit und Psychopharmakologie des Nikotins. Prof. Dr. Med. K. Bättig, ETH Zürich 20. Mai 1980. Zugriff: 19. Februar 2016
- U-M MAKES MONKEY OF NICOTINE THEORIES. Detroit News,Schermerhorn,J 27. Juni 1965. Zugriff: 19. Februar 2016
- Monoamine Oxidase Inhibition Dramatically Increases the Motivation to Self-Administer Nicotine in Rats. Karine Guillem,et.al. 21. September 2005. Zugriff: 19. Februar 2016
- The neuronal pathways mediating the behavioral and addictive properties of nicotine.. Balfour DJ 2009. Zugriff: 19. Februar 2016
Nikotinentwöhnung
Methode zur völligen Beendigung den Nikotinkonsums, unabhängig von der Konsumform.
Nikotinersatztherapie
Die Nikotinersatztherapie (NET, engl. NRT) ist ein pharmazeutisches Hilfsmittel, mit dem ein Rauch- und Tabakstopp, sowie eine Nikotinentwöhnung, sowie die Entwöhnung des Rauchverhaltens erreicht werden soll. Ziel ist totale Abstinenz. Die Bezeichnung Nikotinersatztherapie ist eigentlich falsch, weil weder ein Nikotinersatz (Nikotinsurrogat) genutzt wird, noch eine Ersatztherapie zum Einsatz kommt.
O-Ring
O-Ringe sind ringförmige Dichtungselemente. Der Name leitet sich vom runden (O-förmigen) Querschnitt des Rings ab.
O-Ringe sind nach ISO 3601 genormt, diese Norm ist in Deutschland als DIN ISO 3601 gültig. Bis August 2010 war in Deutschland die DIN-Norm DIN 3771 gültig. In der DDR war Rundring (TGL 6365) (umgangssprachlich Null-Ring) der gebräuchliche Begriff für dieses Dichtelement.
Die Größe von O-Ringen wird als Innendurchmesser x Schnurdurchmesser angegeben.
Herstellung
Aufgrund der relativ einfachen Form sind O-Ringe industriell leicht herstellbar. Vorzugsweise findet das Spritzgießen (Injection Moulding) Anwendung, bei geringeren Stückzahlen, bzw. extrem teuren Kautschukarten werden die O-Ringe mittels Formpressen (Compression Moulding) gefertigt. Je nach Einsatzgebiet und Anforderungen (wie z. B. Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten, Säuren, Hitze, Vakuumdichtheit) werden unterschiedliche Materialien eingesetzt, z. B. verschiedene Kautschuk-Arten, Perfluorkautschuk (FFKM oder FFPM), Polyethylen (PE) oder Polytetrafluorethylen (PTFE). Selten kommt auch Metall zum Einsatz (z. B. Reaktordichtungen in Kernkraftwerken oder in Heißkanalsystemen).
Wirkungsweise
Aufgrund seines kreisrunden Querschnitts kann ein O-Ring axial und/oder radial abdichten. Durch die Pressung des Gummikörpers beim Einbau (sowohl in radialer und/oder in axialer Richtung) kommt die Anfangsdichtheit zustande. Die Dichtpressung ergibt sich aus der Überlagerung der Vorpressung (durch den Einbau) und dem abzudichtenden Systemdruck. In der Dichtfuge herrscht daher immer eine um die Vorpressung höhere Dichtpressung als der abzudichtende Druck. Deshalb sind sehr hohe Drücke abdichtbar.
Ein dynamischer Einsatz, wie er z. B. in Einhandhebelmischern erfolgt, ist nur bei einer geringen Beanspruchung sinnvoll. Dabei kommt es hauptsächlich auf die Geschwindigkeit, mit der z. B. ein Kolben bewegt wird, und den Systemdruck an. Auch bei langsam drehenden Spindeln und Wellen können O-Ringe zur Anwendung kommen.
Anwendung
Der Dichtungstyp des O-Ringes hat großes, vielfältiges Verwendungspotential, u. a. im Automobil- oder Maschinenbau kommt das Dichtelement zum Einsatz. Praktisch in jedem Bereich der Industrie sind sie zu finden, z. B. sind O-Ringe auch in jedem haushaltsüblichen Einhebelmischer (Wasserhahn) verbaut. Meist ist der O-Ring bei statischen Abdichtungen vorhanden, dabei sind die radial-statische sowie die axial-statische Abdichtung zu unterscheiden. Zu ersterer gehören unter anderem die Anwendung bei Zylindern oder Rohren, zur axialen die bei Flanschen, Platten sowie Verschlüssen.
In der Piercingszene werden O-Ringe oft verwendet, um Schmuck mit größerem Durchmesser für geweitete Piercings zu fixieren.
Anwendung in E-Dampfgeräten
O-Ringe sind gebräuchliche Bestandteile von Verdampfern aber auch von Akkuträgern. Die dienen dazu den Verdampfer bzw. Tank gegen Auslaufen (Siffen) zu sichern. In Akkuträgern dienen sie der Abdichtung gegen unbeabsichtigtes Eindringen von Flüssigkeiten. Es kommen sehr unterschiedliche Größen zum Einsatz.
Standardabmessungen
O-Ringe werden mit „Innendurchmesser × Schnurstärke“ bemaßt, zum Beispiel 10 × 1,0 mm.
O-Ringe werden üblicherweise in verschiedenen Standardgrößen gefertigt. Hierbei sind Schnurstärken (Durchmesser des runden Querschnitts) von 0,35 mm für sehr filigrane Anwendungen bis zu 40 mm oder mehr möglich. Einer der kleinsten bekannten O-Ringe wird in der Schweizer Uhrenproduktion eingesetzt und hat die Abmessung 0,70 × 0,20 mm. Der Innendurchmesser kann je nach Verwendung bis in den Meterbereich reichen (z. B. Abdichtungen bei Abwasserleitungen oder Röhrenkonstruktionen). Zu den größten O-Ringen zählen Dichtungen für Weltraumteleskope oder Kernreaktoren mit Innendurchmessern über 10 Meter.
DIN 3771-1:1984-12 nennt für Ringe mit Innendurchmesser von 1,8 bis 17 mm eine typische Schnurstärke von 1,8 mm. Die Innendurchmesser sind je nach Anwendung gestaffelt, z. B. 6,0 / 6,3 / 6,7 / 6,9 / 7,1 / 7,5 mm. Im Bereich von 14 bis 38,7 mm beträgt die typische Schnurstärke 2,65 mm, im Bereich von 18 bis 200 mm beträgt sie 3,55 mm usw., bis 670 × 7 mm. Ringe mit z. B. 14 / 15 / 17 mm gibt es nach Norm in den Schnurstärken 1,8 oder 2,65 mm.
Weblinks
- Eigenschaften und Beständigkeiten der Werkstoffe für O-Ringe (PDF-Datei; 578 kB)
- O-Ring Handbuch Fa. Parker (PDF-Datei, 214 Seiten, 10,6 MB)
- O-Ring 1x1 der Fa. C. Otto Gehrckens (PDF; 1,3 MB)
- Inhaltsverzeichnis der DIN ISO 3601-1:2010-08 beim Beuth-Verlag
- Inhaltsverzeichnis der DIN ISO 3601-2:2010-08 beim Beuth-Verlag
- Inhaltsverzeichnis der DIN ISO 3601-3:2010-08 beim Beuth-Verlag
- Inhaltsverzeichnis der DIN ISO 3601-4:2010-08 beim Beuth-Verlag
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PEG
PEG ➔ Polyethylenglycol
PG
PG ➔ Propylenglycol
Pfrunzel
Pfrunzel, das
Pfrunzel ist eine Bezeichnung für mobile Liquidzerstäuber (E-Dampfgerät, E-Dampfe, Dampfe, Atomizer, “E-Zigarette”).
Pfrunzel ist ein Kunstwort aus der Feder von PepeCyB. Er erfand es im Jahr 2015, um in einem Artikel auf die Problematik der Verwendung des Begriffs “E-Zigarette” hinzuweisen.[1]
Pfrunzeln
Pfrunzeln ist der Konsum eines Pfrunzel, also der Konsum von Aerosol mittels eines mobilen Liquidzerstäubers.
Pfrunzler
Pfrunzler ist der Konsument eines Pfrunzel, also ein E-Dampfer.
Polyethylenglycol
Polyethylenglycol, kurz PEG, auch (veraltet) Polyäthylenglykol und in der Pharmazie auch Macrogol, ist ein – je nach Kettenlänge – flüssiges oder festes, wasserlösliches und nichttoxisches Polymer mit der allgemeinen Summenformel C2nH4n+2On+1. Wegen dieser Eigenschaften wird es in der Medizin, als Wirkstoffträger in der Pharmazie, in industriellen Anwendungen, in der zellbiologischen Forschung, in Kosmetikprodukten und Liquids für mobile Liquidzerstäuber eingesetzt. PEG hat – je nach Kettenlänge und daraus resultierender molarer Masse – unterschiedliche Eigenschaften. Chemisch handelt es sich um einen Polyether.

Herstellung
Polyethylenglycol wird mittels anionischer Polymerisation von Ethylenoxid hergestellt. Für Molmassen bis ca. 40.000 g/mol werden Basen wie Natriumethanolat oder Kalium-tertbutanolat als Initiator verwendet. PEG mit einer Molmasse von bis zu 3.000.000 g/mol lassen sich mit Katalysatoren wie Erdalkalioxiden oder-carbonaten herstellen. Alternativ ist auch kationische Polymerisation möglich, welche technisch jedoch keine Rolle spielt.
Die Reaktion kann ebenfalls säurekatalysiert ablaufen, dann wird mit Zugabe von leicht basischem Wasser abgebrochen.
Eigenschaften
Konsistenz
Polyethylenglycole mit einer mittleren Molekülmasse zwischen 200 g/mol und 400 g/mol sind bei Raumtemperatur nichtflüchtige Flüssigkeiten. PEG 600 weist einen Schmelzbereich von 17 bis 22 °C und somit eine pastenartige Konsistenz auf. Bei Molekülmassen über 3000 g/mol sind die PEG feste Substanzen und werden als Schuppen oder Pulver in den Handel gebracht. Härte und Schmelzbereich steigen mit zunehmender Molekülmasse an. Durch Mischung eines festen (PEG 1500) mit einem flüssigen PEG kann ein wasserlösliches Produkt von salbenartiger Konsistenz hergestellt werden.
Wasserlöslichkeit
Die wichtigste Eigenschaft aller Polyethylenglycole ist ihre Löslichkeit in Wasser. Flüssige PEG sind in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar. Selbst von einem PEG 8000 können noch 50-prozentige Lösungen hergestellt werden. Auf diese Eigenschaft stützt sich die Verwendung von Macrogol (PEG 3350) als Abführmittel.
Hygroskopizität
Die flüssigen PEG sind hygroskopisch. Die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, nimmt mit steigender Molekülmasse ab.
Flüchtigkeit und thermische Stabilität
PEG sind nicht flüchtig, eine Tatsache, die bei ihrer Anwendung als Weichmacher oder Feuchthaltemittel von Bedeutung ist. Bei Temperaturen über 150 °C tritt eine thermische Zersetzung ein, die wegen der flüchtigen Zersetzungsprodukte mit einem Gewichtsverlust verbunden ist. Anwendungen bei höheren Temperaturen machen die Verwendung von Antioxidantien notwendig.
Physiologische Eigenschaften
Die Polyethylenglycole weisen außergewöhnlich niedrige Toxizitätswerte auf (akute und chronische orale Toxizität, Embryotoxizität, Hautverträglichkeit). Sie werden daher seit Jahrzehnten in Kosmetika, Nahrungsmitteln und pharmazeutischen Zubereitungen verwendet und werden auch in allen relevanten Arzneibüchern aufgeführt. Von der WHO wurde eine erlaubte Tagesdosis für PEG in Nahrungsmitteln von 10 mg/kg Körpergewicht festgelegt.
Anwendungen
Flüssige Zubereitungen
Polyethylenglycole werden wegen ihrer Lösecharakteristik zur Herstellung flüssiger Zubereitungen – wie Tropfen und Injektionspräparate – sowie zur Füllung von Gelatinekapseln verwendet, da sie diese nicht anlösen oder verspröden.
Salbengrundlage
Durch Mischen eines festen und eines flüssigen PEG (z. B. 50 Prozent PEG 1500 und 50 Prozent PEG 300) kann eine wasserlösliche Salbengrundlage erzeugt werden, die sich wegen ihrer guten Löslichkeit für viele aktive Substanzen eignet.
Tabletten und Dragees
Polyethylenglycole werden als Wirkstoffträger, Lösevermittler und Hilfsmittel beim Tablettieren und Dragieren eingesetzt.
Kosmetik
Polyethylenglycole können in folgenden kosmetischen Präparationen verwendet werden: Cremes und Lotionen, Parfüms, Deodorants, Insekten-Abwehrmittel, Lippenstifte, Zahnpasten, Haarpflegemittel, Zahnreinigungstabletten, Badezusätze, Lubrastrips.
Medizin
PEG wird in mehreren Bereichen der Gastroenterologie angewendet.
Elektrische Zigaretten
PEG findet Verwendung als Hauptbestandteil in Liquiden von E-Dampfgeräten.
Weitere Anwendungen
Ein weiteres Anwendungsfeld für PEG erschließt sich derzeit möglicherweise bei der Behandlung von Nervenverletzungen. Grundlage ist eine Entdeckung von Todd Krause und George Bittner, die an der Universität Texas in Austin zunächst bei Regenwürmern durchtrennte Nervenfasern mit PEG wieder zusammengefügt hatten.
Die Substanz ist außerdem interessant, da sie in einer Konzentration von 15 bis 20 Prozent antibakterielle Wirkung zeigt.
In der Augenheilkunde werden PEG als Bestandteil künstlicher Tränenflüssigkeiten zur Behandlung des „trockenen Auges“ verwendet.
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Prebuilt Coil
Prebuilt Coils sind fertig zu einer Coil gewickelte kaufbare Drähte. Diese werden in den Selbstwickel-Verdampfer gebaut und danach bewattet.
Propylenglycol
1,2-Propandiol (1,2-Propylenglycol), auch bekannt als Propylenglykol, ist eine klare, farblose, nahezu geruchlose und stark hygroskopische Flüssigkeit. 1,2-Propandiol gehört zu den mehrwertigen Alkanolen und ist an C2 chiral, es gibt also ein (R)-Enantiomer und ein (S)-Enantiomer. Wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, beziehen sich in diesem Artikel alle Angaben auf das 1:1-Gemisch (Racemat) des (R)-Enantiomers und des (S)-Enantiomers.

Herstellung
Industriell wird 1,2-Propandiol durch Hydrolyse von Propylenoxid hergestellt. Abhängig vom Hersteller wird dafür entweder ein Hochtemperaturverfahren ohne Katalyse bei 200–220 °C oder ein katalytisches Verfahren bei 150–180 °C in Gegenwart eines Ionenaustauscherharzes oder kleiner Mengen Schwefelsäure oder Alkalien genutzt. Die Endprodukte dieser Verfahren enthalten 20 % 1,2-Propandiol (das durch Rektifikation gereinigt wird), 1,5 % Dipropylenglycol und kleinere Mengen anderer Polypropylenglycole.[1]
2007 betrug die weltweite Produktionskapazität 1.400.000 jato.[2] Im April 2015 nahm Dow Chemical eine 200.000 jato-Anlage bei Rayong in Thailand in Betrieb.[3]
Enantiomerenreines (S)-(+)-1,2-Propandiol ist durch Abbaureaktion von D-Mannitol zugänglich.[4]
Eigenschaften
Propylenglycol ist mit Wasser und polaren organischen Lösemitteln mischbar. Bei hohen Temperaturen oberhalb 150 °C ist es oxidationsempfindlich. Es bildet mit Toluol und Xylol Azeotrope, nicht dagegen mit Wasser.[5]
Aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaften wirken Aerosole von Propylenglykol in der Luft als Kondensationskeime für Nebeltröpfchen aus der umgebenden Luftfeuchtigkeit.
Sicherheitstechnische Kenngrößen
1,2-Propandiol hat einen Flammpunkt bei 101 °C.[6] Die Verbindung bildet somit erst oberhalb dieser Temperatur entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Der Explosionsbereich liegt zwischen 2,6 Vol.‑% (80 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 12,6 Vol.‑% (400 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG).[6] Die Zündtemperatur beträgt 260 °C. Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T3.
Gesundheitsrisiken
Es sind nach jahrzehntelanger Verwendung keine gravierenden Gesundheitsgefahren bekannt geworden.
Die akute[7] und chronische bzw. subchronische Toxizität[8] können als äußerst gering angesehen werden. Hinweise für carcinogene, mutagene oder reproduktionstoxische Eigenschaften konnten nicht gefunden werden.
Der Stoff besitzt offensichtlich keine hautreizenden und lediglich sehr geringe augenreizende Eigenschaften.[9]
Nach einer häufig angeführten Studie wurden bei der Inhalation von Nebeln aus 1,2-Propandiol vereinzelt Reizungen von Augen und Rachen beobachtet.[10]
Bei der ECHA wird seit März 2016 geprüft, ob diese Effekte für eine Kennzeichnung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) für Gefahrenklasse Spezifische_Zielorgan-Toxizität einmalige_Exposition ausreichen.[11] Im Dezember 2016 entschied das Risikobewertungskomittee der ECHA, dass diese Effekte nicht für eine Einstufung ausreichen.[12]
Ein vereinzeltes Auftreten allergischer Reaktionen gilt als gesichert. Der Auslösemechanismus wurde jedoch nicht geklärt. Dabei kommen als mögliche Auslöser die beiden Enantiomere oder mögliche Verunreinigungen (Propylenoxid, 1,3-Propandiol) in Frage.
Verwendung
1,2-Propandiol wird wegen seiner lösenden und emulgierenden Eigenschaften unter anderem als Trägerstoff und Trägerlösungsmittel für Farbstoffe, Antioxidationsmittel, Emulgatoren und Enzyme verwendet.
Neben Wasser und Glycerin sorgt Propylenglykol als Bestandteil von Nebelfluiden für den gewünschten dichten Nebel.
Lebensmittelzusatzstoff
1,2-Propandiol ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff für Kaugummis und Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln oder Tabletten zugelassen und trägt die Bezeichnung E 1520.
Bei der Zubereitung von Lebensmittelaromen wird Propylenglykol als Trägerstoff verwendet.
Kosmetik & Hygiene
1,2-Propandiol ist in Kosmetikprodukten wie Hautcremes, Zahnpasta, Mundwässern und Deos als Feuchthaltemittel enthalten. Der Stoff kommt als Kotensid in Mehrkomponentensystemen zur Anwendung und fördert die Bildung von Wasser-in-Öl-Emulsionen. Darüber hinaus kann es häufig zu einer deutlichen Resorptionsverbesserung verschiedener Wirkstoffe beitragen. Die antimikrobielle Wirksamkeit macht einen Einsatz weiterer Konservierungsmittel häufig überflüssig.
Wärmeträger
1,2-Propandiol ist wie Ethylenglycol als Wärmeträgermedium in der Solarthermie geeignet. Bei Verwendung als Kühlflüssigkeit schwankt die Wärmekapazität je nach Wasserzusatz von 2,5 bis 4,2 kJ/(kg·K) für reines Wasser. Ein 50/50-Gemisch friert bei −35 °C, siedet bei 104 °C und erreicht eine Wärmekapazität von 3,5 kJ/(kg·K).[13] Bei Einsatz in Kühlanlagen der Lebensmittelverarbeitung ist wegen der Ungiftigkeit ausschließlich Propylenglycol zulässig.
Tabak und elektrische Zigaretten
1,2-Propandiol ist in fast allen Tabakprodukten als Zusatzstoff enthalten.[14] Propandiol wird zusammen mit Glycerin sowohl dem Zigarettentabak als auch dem Wasserpfeifentabak zugesetzt. Durch die Tabakverordnung wurde der Feuchthaltemittelgehalt im Rauchtabak auf 5 % begrenzt. Eine Presseerklärung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor möglichen Gesundheitsgefahren, welche sich durch die Aufnahme dieser Stoffe mit dem Tabakrauch bei Wasserpfeifen ergeben könnten.[15] Direkte Verweise auf belastbare Studien finden sich in der wissenschaftlichen Veröffentlichung des BfR.[16]
Propylenglykol findet neben Glycerin Verwendung als Hauptbestandteil in Liquiden von E-Dampfgeräten.
Daneben wird Propandiol in wässriger Lösung in den Befeuchtungssystemen von Humidoren verwendet (relative Luftfeuchte über 70 %).
Propandiol-Einsatz in der Milchviehfütterung
Seit einiger Zeit wird 1,2-Propandiol auch als Futterzusatz für Milchkühe verwendet. Durch die immer weiter steigende Milchleistung der Kühe, die mittlerweile bei Hochleistungsmilchkühen um etwa 50 Liter/Tag liegt, kommt es immer häufiger zu einem Nachlassen der Milchleistung nach dem Kalben. Insbesondere in der sogenannten Transitphase, den beiden Wochen vor dem Kalben, und in der ersten Laktationsphase hat sich im Rahmen geeigneter Fütterungsstrategien und Futterrationen die zusätzliche Verabreichung von 1,2-Propandiol zur Vorbeugung gegen Ketose sowie zur Leistungsstabilisierung bewährt.[17]
Alternativ darf auch 1,2,3-Propantriol (Glycerin) verfüttert werden. Es handelt sich hierbei um eine undestillierte Rohproduktqualität aus der Fettsäure-Herstellung durch Verseifung.
Einsatz in der Medizin
In der Veterinärmedizin wird Propylenglycol (meist in 50%iger Verdünnung) bei übermäßigen Verhornungen der Haut eingesetzt.[18] Zudem wird es als Trägerstoff für Arzneistoffe (z. B. Ivermectin) eingesetzt.
Einzelnachweise
- chemindustry.ru: 1,2-propanediol: chemical product info, Zugriff am 4. April 2011.
- WIESMANN, M.: „Propylenglykol – Ashland und Cargill bilden Joint Venture“, Vogel-Media, Process 18. Mai 2007.
- Dow eyes continued growth with second petrochemical plant
- Richard Kuhn, Kichang Kum: Über die absolute Konfiguration des Sorbinöls. In: Chemische Berichte. 95, 1962, S. 2009–2011.
- BASF – 1,2-Propandiol USP (Produktbeschreibung Pharmaqualität), Daten entnommen aus: Horsley, L.H. „Azeotropic Data III“, Advances in Chemistry Series, Nr. 116, ACS, Washington, D.C., 1973.
- E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.
- Clark, et al. Toxicological assessment of heat transfer fluids proposed for use in solar energy applications. Toxicol Appl Pharmac, 51, 529–535., 1979; zitiert in: Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) “Screening Information Data Set for High Production Volume Chemicals (SIDS)”, http://www.inchem.org/pages/sids.html.
- Gaunt, IF, Carpanini, FMB, Grasso, P and Lansdown, ABG, Long- term toxicity of propylene glycol in rats. Fd Cosmet Toxicol, 10, 151–162, 1972; zitiert in: Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) “Screening Information Data Set for High Production Volume Chemicals (SIDS)”, http://www.inchem.org/pages/sids.html.
- Murman, Prüfung der akuten Augen- und Schleimhautreizwirkung von 1,2- Propylenglykol. Huels study no 0212, 1984; Murman, Prüfung der akuten Hauttreizwirkung von 1,2- Propylenglykol. Huels study no 021184. 1984; Clark, et al. Toxicological assessment of heat transfer fluids proposed for use in solar energy applications. Toxicol Appl Pharmac, 51, 529–535., 1979; zitiert in: Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) “Screening Information Data Set for High Production Volume Chemicals (SIDS)”, http://www.inchem.org/pages/sids.html.
- G. Wieslander: Experimental exposure to propylene glycol mist in aviation emergency training: acute ocular and respiratory effects In: Occup Environ Med. 58(10), S. 649–655 (2001) PMID 11555686.
- Vorschlag zur Kennzeichnung von Propandiol auf der Webseite der ECHA, abgerufen am 25. April 2016.
- Anhang zur ECHA-Mitteilung von 13. Dezember 2016, abgerufen am 14. Dezember 2016.
- Fa. Clariant – 1,2-Propylenglycol/Wasser als Wärmeträger
- Webseite des BMEL: Was steckt in meiner Zigarette wirklich drin?, Zugriff am 25. Mai 2016.
- BfR: Feuchthaltemittel in Wasserpfeifentabak erhöhen das gesundheitliche Risiko, Pressemitteilung vom 3. August 2011.
- Jens Schubert, Jürgen Hahn, Gerhard Dettbarn, Albrecht Seidel, Andreas Luch, Thomas G. Schulz: Mainstream Smoke of the Waterpipe: Does this Environmental Matrix Reveal as Significant Source of Toxic Compounds. In: Toxicology Letters. 205, 2011, S. 279–284.
- Annette Menke: Milchleistungsfutter im Test, 11. Juli 2005.
- Ch. Noli und F. Scarampella: Hyperkeratose der Ballen. In: Praktische Dermatologie bei Hund und Katze. Schlütersche Verlagsanstalt, 2. Aufl. 2005. ISBN 3-87706-713-1, S. 328.
Rauch
Rauch ist ein Aerosol als Gemisch aus einer festen in einer gasförmigen Phase in Form feinstverteilter Staubpartikel und Gase.
Rauchen
Rauchen bzw. Tabakrauchen ist das bewusste und gewollte Inhalieren von Tabakrauch, welcher durch das Verbrennen bzw. Verglimmen tabakhaltiger Erzeugnisse entsteht.
Tabakrauch entsteht beim Abbrand oder Verschwelen von Tabak und ist ein Aerosol aus Rauch, Dämpfen, Gasen und Feststoffen.
Rauch ist ein Aerosol als Gemisch aus einer festen in einer gasförmigen Phase in Form feinstverteilter Staubpartikel und Gase.
Raucherentwöhnung
Methode zur Erreichung des Rauchstopps. Der Nikotinkonsum und/oder auch das Inhalationsverhalten muss dafür nicht aufgegeben werden.
Rauchstopp
Völlige Beendigung des Rauchens. Nicht gleichbedeutend mit Nikotinentwöhnung oder Entwöhnung des Inhalationsverhaltens.
Reifung
Ob eine Flüssigkeit (= Liquid) schmeckt, hängt nicht nur vom Aroma ab, sondern auch davon, ob die Mischung hinreichend innig ist. Durch gute Rührgeräte oder warmes Wasserbad (am besten beides) erreicht man bereits eine gute Durchmischung, aber diese reicht im Regelfall nicht. Sie entsteht durch stehen lassen in warmer Umgebung, da Glycerin und teils auch Propylenglycol bei Wärme dünnflüssiger werden. Das begünstigt eine innige Mischung. Hat sich das Aroma gut verteilt, ist die Reifung abgeschlossen. Man schmeckt es.
Die Reifung ist abgeschlossen, wenn maximale Mischungsentropie[1] erreicht ist. Durch die Eigenbewegung der Teilchen im Gemisch kommt es zu einer nahezu gleichmäßigen Verteilung der einzelnen Teilchen im Liquid.
Weblinks
Aromen - Reifung (Artikel “Aromen – Sind wir nicht alle ein bisschen „Grenouille“?”)
- Mischungsentropie. Othmar Marti, Universität Ulm 2007. Zugriff: 06. Dezember 2019
Riechkolben
Der Riechkolben (bulbus olfactorius) ist eine Ansammlung von Nervenenden an der Unterseite des Gehirns. Er befindet sich etwa in Höhe der Nasenwurzel einige Zentimeter innerhalb des Schädels. Hier befinden sich die Riechnerven, welche für das Geruchs- und Geschmacksempfinden verantwortlich sind.
Auch für das Geschmacksempfinden ist es erforderlich, dass Aromastoffe im Zuge der normalen Atmung in das respiratorische System (hier obere Atemwege) und dadurch auch an den Riechkolben gelangen.
Selbstwickelverdampfer
Bei Selbstwickelverdampfern werden die Heizwicklungen – wie es der Name sagt – selbst hergestellt. Dies bietet den Vorteil, das man Geschmack und Leistung durch die Auswahl des Heizdrahts und unterschiedlichsten Dochtmaterialien in weitem Bereich beeinflussen kann.
Substitut
Nikotinhaltige und nikotinfreie Substanzen zur Verwendung in mobilen Liquidzerstäubern werden im Zusammenhang mit dem Tabaksteuergesetz (TabStG) als Substitute für Tabakwaren (kurz: Substitute) bezeichnet.
Dazu gehören Fertigliquids und Nikotin-Shots, Mischkomponenten in Gebinden mit “Leerraum”, in denen auf einfache Weise weitere Mischkomponenten beigefügt werden können (Shortfills und Longfills), aber auch Mischkomponenten für Liquids, wie fertig vorgemischte Basen, Propylenglycol.md (PG), Glycerin (VG), Wasser, Polyethylenglycol (Macrogol - PEG), Ethanol und Aromen. Bei den Mischkomponenten kommt es auf die Zweckbestimmung (“für die Verwendung in mobilen Liquidzerstäubern”) an, die sich durch die Aufmachung (Verwendungszweck, der auf den Behältern steht) oder den Vertrieb (Verkauf durch entsprechende Fachgeschäfte oder in Zusammenhang mit Vaping-Produkten) ergibt.
Komponenten, die nicht als solche angeboten und außerhalb des Fachhandels bzw. spezifischen Handels verkauft werden, sind keine Substitute im Sinne des Tabaksteuerrechts. Werden diese aber konkret zur Herstellung von Liquids verwendet, so ist dies eine Umwidmung durch den Verbraucher, der aus ihnen damit ein Substitut herstellt.
Sucht
Sucht ➔ Abhängigkeit
THR
THR ➔ Tobacco Harm Reduction
Ungeregelter Akkuträger
Ungeregelte Akkuträger geben eine festgelegte, nicht stellbare Ausgangsspannung ab, daher nennt man sie allgemein ungeregelt. Diese ergibt sich aus dem on/off Verhältnis eines Rechtecksignals. Ist der on Zyklus länger als der off Zyklus, liegt die effektive Spannung höher, als umgekehrt. Außerdem schützt deren Elektronik den Akku vor Über- bzw. Tiefentladung. Durch die Elektronik ist eine Überlastung praktisch ausgeschlossen, da hier der Maximalstrom festgelegt ist.
VG
VG ➔ Glycerin
Vaporizer
Vaporizer ➔ Mobiler Liquidzerstäuber
Verdampfer
Verdampfer ➔ Atomizer
Watte
Die für das Dampfen verwendete Watte besteht aus Baumwoll- oder Viskosefaser. Sie ist besonders sauber und frei von Bleich-, Duft-, und anderen Fremdstoffen. Von gesundheitlichen Aspekten abgesehen, verfälscht solch saubere Watte nicht den Geschmack. Meistens genügt Kosmetikwatte aus der Drogerie, hier sollte aber darauf geachtet werden, das kein Parfüm oder Ähnliches in der Watte enthalten ist.
Wickelhilfe
Im Verdampfer der E-Zigarette erhitzt eine Coil (Heizwendel) das Liquid, um es in Dampf zu verwandeln. Diese Coil aus gewickeltem Heizdraht hat meist die Form einer Spiralfeder.
In oder über der Coil befindet sich Fasermaterial als Träger für das Liquid. Fasermaterial und Coil müssen gelegentlich erneuert werden.
Je nach Verdampfer-Modell kann man fertige Verdampferköpfe (kleine Einheiten aus Basis, Wicklung und Verdampferkammer) nachkaufen, oder auf der größeren Verdampfer-Basis eine selbst “gewickelte” oder gekaufte Wicklung anbringen.
Coils können horizontal und vertikal angebracht werden.
Neben den einfachen Coils gibt es Dual-Coils, Spiral-Coils, Clapton-Coils bis hin zu regelrechten Coil-Kunstwerken, deren Fotos im Internet präsentiert werden.

Um eine Heizdraht-Wicklung anzufertigen, gibt es sogenannte Wickelhilfen. Alles, was einen Dampfer dabei untersützt, kann als Wickelhilfe bezeichnet werden.
Formgeber
Eine Wickelhilfe kann beispielsweise eine Stecknadel oder ein Nagel sein, der das bewegliche Fasermaterial (Silikat- oder Glasfaserschnur) etwas stabilisiert, während es umwickelt wird.
Zahnstocher, Bohrer oder abgeschnittene Wattestäbchen usw. können als Formgeber dazu dienen, Wicklungen anzufertigen, durch die erst hinterher das Fasermaterial (z.B. Watte) hindurch geführt wird.
Berechnung
Eine Wickelhilfe kann auch sein, online ein Rechen-Tool. Denn je nach Kernstärke der Spule, nach gewünschter Ohmzahl und nach Heizdraht-Sorte, variiert die zu verwendende Länge des Drahtes. [1] [2] [3]
Formgeber - mit Funktion
Bald kamen auch Wickelhilfen auf den Markt, die den Dampfer bei seiner Tätigkeit des Selbstwickelns unterstützen sollen. Meist handelt es sich um Hilfsmittel, die dem DIY die von ihm bevorzugten Durchmesser bereitstellen.
Solche Wickelhilfen - z.B. von Harald Zander oder der “Coil Jig” von VapeTek - dienten als handlicheren Griff, den Wickelstab besser halten zu können und um Drahtenden zu fixieren. Andere Wickelhilfen stellen mehr Funktionen zur Verfügung.
Nicht jede Wickelhilfe eignet sich für jede Coil. Für die Wickelhilfe Kuro Concepts sollte der Draht etwas dicker sein.
Als Wickelhilfe aus dem Schmuckbereich eignet sich beispielsweise “Artistic Wire”. Sie wird hier benutzt, zum Wickeln der Vision Eternity und Venus - ebenso, wie für eine Anfertigung eines Schmuck-Ensembles Eine u-förmige Halterung wird dazu am Tisch befestigt. Im U sind links und rechts Löcher- übereinander in unterschiedlicher Größe für die unterschiedlich dicken Kurbelstangen.
Manche Dampfer verwenden für ihre Wicklungen keinen einfachen Heizdraht, sondern verdrillten. Man kann solchen Draht kaufen oder selbst anfertigen, entweder mit der Bohrmaschine oder mit einem Cordel-Maker.
Wicklung anbringen
Um die Wicklung einzubauen, ist es praktisch, wenn man die Basis des Selbstwickelverdampfers auf einen Wickelsockel schraubt. Geeignet dazu sind aber auch die Ohm-Meter (“Wickeltisch”) mit denen man anschließend gleich den Widerstand messen kann. Dieser variiert, je nach Material, Legierung und Dicke des Heizdrahts, sowie nach Durchmesser und Wicklungsanzahl.
Je nach Geschmack legen manche Dampfer Wert darauf, dass es zwischen den einzelnen Windungen einen kleinen, regelmäßigen Abstand gibt, oder dass der Draht eng aneinander liegt und durch die Hitze zur Einheit verschmilzt (Microcoil). Zum Oxydieren wird die Verdampferbasis mit Wicklung auf einen Stromlieferanten (z.B. Akkuträger) geschraubt und die Coil (noch ohne Fasermaterial) zum Glühen gebracht. Auch das möglicherweise nötige Ausrichten der glühenden Windungen bedarf noch einer Wickelhilfe: eine Pinzette mit Keramikspitzen beispielsweise.
Überhaupt gehören zu den Wickelhilfen demnach Werkzeuge wie beispielsweise ein Seitenschneider und nicht zu vergessen, der Schraubendreher, sowie evtl. eine Lupe und vielleicht ein Messschieber, um den Durchmesser beispielsweise eines Zahnstochers o.ä. nachzumessen.
- https://vaper-tools.de/coil
- http://www.steam-engine.org/coil.html
- https://codeberg.org/derpepe/keulkulator
Quelle: Netzrose
Zigarette
Eine Zigarette ist in Papier eingerollter, gestopfter oder gefalteter fermentierter und getrockneter Tabak, der zum Rauchen angezündet wird, um den entstehenden Rauch zu inhalieren.